27.12.2017 15:47

Tipps für Silvester mit Hunden

Was für viele Menschen ein ausgelassenes Fest ist, kann für Hunde zum Albtraum werden.

Tipps für Silvester mit Hunden
© Anna Zehetner

Das Donnern der Feuerwerkskörper, bunte Lichtblitze und knallende Sektkorken: für viele Menschen ein gelungener Start ins neue Jahr, aber für unsere vierbeinigen Freunde der Albtraum schlechthin. "Wenn Silvester vor der Tür steht, ist es ganz besonders wichtig für seinen Hund da zu sein", bestätigt Eleonora Stidl, Projektleiterin für Therapiebegleithunde im Roten Kreuz. Damit auch Ihr Hund möglichst stressfrei ins Jahr 2018 kommt, haben wir gemeinsam mit der Rotkreuz-Hundeführerin einige Tipps zusammengestellt.

1. Rückzugsmöglichkeiten schaffen

Wenn die Knallerei beginnt, die Fenster abdunkeln. Dadurch kann Ihr Hund die Lichtblitze nicht sehen, was die Angst etwas abschwächt. Um die lauten Geräusche vom Trubel draußen zusätzlich zu dämpfen, lassen Sie am besten gewohnte Musik laufen. Manchen Hunden hilft es auch, wenn sie in eine Decke eingewickelt werden und sich dadurch geschützt fühlen.

 

2. Gewohnte Routinen weiterführen

Hunde spüren die Nervosität ihres Herrchens oder Frauchens. Daher gilt es, ruhig zu bleiben und auch zum Jahreswechsel möglichst normale Tagesabläufe zu gewährleisten. Das kann zwar rund um die Vorbereitungen für die Silvesterfeiern eine Herausforderung werden, aber behalten Sie im Hinterkopf: Als "Rudelführer" sind Sie das Vorbild für Ihren Hund - wenn Sie ruhig bleiben, wird sich diese Ruhe auf den Hund übertragen. Für den Spaziergang Zeitfenster wählen, in denen wenig los ist.

 

3. Den Hund immer anleinen

Apropos Spaziergänge: Rund um Silvester den Hund nie ableinen. Die Knallerei beginnt meistens schon einige Tage vor dem Jahreswechsel und die plötzlichen Knallgeräusche können den Hund zu untypischen Verhaltensweisen bringen. "Die Hunde könnten beispielsweise in Panik davonlaufen und nicht mehr zurückfinden. Daher ist eine Leine unbedingt notwendig", rät Eleonora Stidl. Zudem besteht das Risiko, dass unbeobachtete Hunde die Feuerwerkskörper oder deren toxische Überreste fressen.

 

4. Nach Einbruch der Dunkelheit: Gassi gehen vermeiden

Wenn die Sonne untergegangen ist, geht es erst richtig los. Querschießende Feuerwerkskörper erhöhen das Verletzungsrisiko und zusätzlich macht die schlechte Sicht es schwieriger, seinen Hund zu beobachten. Die Lichtblitze von Feuerwerkskörpern wirken für den Hund im Dunkeln noch bedrohlicher. Deshalb empfiehlt die Expertin, nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr Gassi zu gehen.

 

5. Erfahrungen sammeln

Jeder Hund reagiert anders. "Wenn diese Maßnahmen den Hund nicht wirklich beruhigen konnten, dann kann man zukünftig Gegenkonditionierung oder Desensibilisierung andenken. Auch Bachblüten können helfen", erklärt die Rotkreuz-Hundeführerin.

 

Generell gilt: Gut auf die Signale achten, die Ihr Hund sendet, und für ihn da sein.

 

Wir wünschen einen guten Start ins neue Jahr!

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