12.02.2018 21:25

Hausgeburt im Rettungsdienst, kein alltäglicher Einsatz

Mürzzuschlag, (Bruck/Mürzzuschlag, Stmk.)   Vergangen Samstag, den 10. Februar hatten die beiden freiwilligen Rettungssanitäter Michael Schmaranzer und Stephanie Bruggraber keinen alltäglichen Einsatz in den frühen Vormittagsstunden. Als Einsatzinformation am Terminal stand: "Geburt - Wehen Tätigkeit alle 2 min".

Hausgeburt im Rettungsdienst, kein alltäglicher Einsatz
Foto: Rotes Kreuz Bruck-Mürzzuschlag

Stephanie Bruggraber (20) ist seit 2016 und Michael Schmaranzer (28) seit 2008 ehrenamtlich beim Roten Kreuz als Rettungssanitäter auf der Ortsstelle Kindberg tätig. Beide waren sich bei der Anfahrt zu dem Einsatz einig: „Es ist kein alltäglicher Einsatz“.

Um 07:36 Uhr wurde das Team zu dem Einsatz alarmiert, noch während der Anfahrt zum Einsatzort sprachen sie den Ablauf durch und machten sich aus, wer welche Aufgabe bei dem Einsatz haben wird.

Am Einsatzort angekommen, nahmen sie die Utensilien mit, und wurden von einem ruhigen zukünftigen Papa erwartet. Nach sich das Team einen ersten Eindruck über den Zustand der Patientin verschafft hatte, stellten sie fest, dass das Köpfchen bereits zu sehen war. Damit stand eines fest: Jetzt wird es ernst.

Beide Rettungssanitäter merkten positiv die ruhige entspannte Atmosphäre und die Eltern haben eine Ruhe ausgestrahlt, so wurde uns schon viel Stress genommen: berichtete Stephanie Bruggraber.

Nach ca. 10 Minuten am Einsatzort, noch vor dem Eintreffen des alarmierten Notarztes, war auch schon ein gesundes Kind geboren. Der Vater konnte die Abnabelung bei seinem Sohn unter Anleitung der Rettungssanitäterin Stephanie durchführen.

Kurz darauf traf der Notarzt des LKH-Mürzzuschlag-Mariazell ein und untersuchte Mutter und Kind. Anschließend wurde die Mutter und das Kind in das LKH-Wr. Neustadt mittels Rettungstransportwagen transportiert.

Auf die Frage, welcher Moment für beider der bewegendster im Einsatz war, erzählten beide von dem Moment, als der Erste Schrei des Kindes zu hören war und wie sie das Kind der glücklichen Mutter in die Arme geben durften.

Was wurde von beiden als Erstes gemacht nachdem die Mutter und Kind in die Obhut des Krankenhauses übergeben haben?

Das war ganz klar: ein High Five und lautes „gut gemacht.“

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