20 Jahre Nachbar in Not

Die humanitäre Visitenkarte Österreichs

1992 startete die Aktion „Nachbar in Not“ mit der Hilfe für die Opfer der Konflikte am Balkan. Die Runde der Beteiligten war damals klein: Der ORF als Medienpartner, Rotes Kreuz und Caritas als Hilfsorganisationen. 20 Jahre später ist allein schon die zahlenmäßige Bilanz beeindruckend: Rund 200 Millionen Euro sind bisher an Nachbar in Not gespendet worden.

 

"Nachbar in Not ist ist die konsequente Umsetzung des humanitären Imperativs: Wir müssen helfen, wenn wir helfen können", schreibt Rotkreuz-Präsident Fredy Mayer in der Festschrift, die anlässlich des 20-jährigen Jubiläums veröffentlicht wird.

 

In den zwei Dekaden hat sich die Hilfsaktion sowohl von den beteiligten Organisationen als auch von ihrem geographischen Wirkungskreis her ausgedehnt. "Wenn Hunderttausende Menschen unter einer humanitären Krise leiden, ist die Hilfe ein Kraftakt, den am besten mehrere Organisationen miteinander stemmen", sagt Rotkreuz-Marketingchef Michael Opriesnig. Deshalb versammeln sich unter dem Dach der Stiftung Nachbar in Not inzwischen acht heimische Hilfsorganisationen.

 

Zeichen der Nächstenhilfe

 

"Ich bezeichne 'Nachbar in Not' gerne als humanitäre Visitenkarte Österreichs, weil es für das gemeinsame Bemühen von Rotem Kreuz, Caritas, Diakonie, Hilfswerk, Volkshilfe, Maltester Hospitaldienst, Arbeiter-Samariter-Bund und Care steht", erklärt Opriesnig, der auch Vorstand der Stiftung Nachbar in Not ist. "Ich habe in den Jahren als „Nachbar in Not“-Vorstand wirklich viele, viele Menschen erlebt und kennengelernt, für die unsere gemeinsame Anstrengung den Unterschied zwischen Verzweiflung und lebenswerter Zukunft macht."
  

Wie sich bei den „Nachbar in Not“- Aktionen für die Tsunamiopfer, den Aufrufen für Pakistan, Haiti und Ostafrika herausstellen sollte, hat sich „Nachbar in Not“ als Zeichen für Nächstenhilfe etabliert. Der „Nachbar in Not“ hat sich unabhängig von geographischen Distanzen gemacht.  "Wir haben die Verpflichtung zu helfen, eine Pflicht, Sorge zu tragen, für diejenigen, die selbst hilflos sind", sagt Opriesnig.

 

1992-2002: Jugoslawien
1992-2002: Jugoslawien
1992-2002 Jugoslawien
2003: Irak
2004: Österreich hilft Dafur
2004/2005 Tsunami
2004/2005 Tsunami
2004/2005 Tsunami
2004/2005 Tsunami
2005 Hochwasser in Rumänien und Bulgarien
2005: Hochwasser in Rumänien und Bulgarien
2005: Erdbeben Pakistan
2005 Erdbeben Pakistan
2010 Erdbeben Haiti
2010 Erdbeben Haiti
2010 Erdbeben Haiti
2010 Flutkatastrophe Pakistan
2010: Flutkatastrophe Pakistan
2010 Flutkatastrophe Pakistan
2011: Hunger in Ostafrika