Humanitätspreis 2012
"Die Berichte der Chronik-Redaktion sind geprägt von Sensibilität, Seriosität und Respekt gegenüber den Betroffenen. Diese Haltung ist dem Roten Kreuz in der Berichterstattung ein besonderes Anliegen", begründet Rotkreuz-Präsident Fredy Mayer die Auszeichnung. Chronikredaktion der ORF-Radios ist der diesjährige Heinrich-Treichl-Preisträger.
Barbara Weinzierl, die Chefin des engagierten Journalistenteams, meldete sich fernmündlich aus Thailand und bedankte sich für die Auszeichnung. Sie versprach auch weiterhin in der Berichterstattung persönliche Schicksale und den einzelnen Menschen hinter der Katastrophe im Auge zu behalten.
Das mit der Auszeichnung verbundene Preisgeld spendet die Redaktion an das Projekt "Startstipendium", das junge Menschen mit Migrationshintergrund bei ihrer Ausbildung unterstützt.
Johannes Abensperg und Traun, der zweite Preisträger, ist im Roten Kreuz kein Unbekannter: Seit seiner Pensionierung widmet er sein juristisches, fremdsprachliches und vor allem von tief empfundener Humanität geprägtes menschliches Wissen freiwillig der Organisation. "Auf die Frage: 'Was kann der Einzelne mit seinen beschränkten Handlungsmöglichkeiten schon tun?' ist unser zweiter Preisträger die lebende Antwort. Dr. Johannes Abensperg und Traun hat die Zeit seit seiner Pensionierung wahrlich nicht ungenutzt verstreichen lassen", lobt Rotkreuz-Präsident Mayer in seiner Laudatio.
Mit dem Rotkreuz-Slogan "Aus Liebe zum Menschen" kann Abensperg und Traun die Motivation für seine freiwillige Tätigkeit in den Abteilungen Migration und Suchdienst, Individuelle Spontanhilfe und Internationale Hilfe gut in Einklang bringen. "Und dafür wird man noch geehrt", bedankte sich der bescheidene Preisträger, der am liebsten im Hintergrund arbeitet, schmunzelnd.


