ÖRK-Helfer Erwin Jekel kehrt zurück

Erwin Jekel, Techniker und Katastrophenhelfer des Österreichischen Roten Kreuzes, kehrt nach einem einwöchigen Einsatz in Haiti nach Österreich zurück.

 

Seine Aufgabe war es in Leogane, westlich von Port-au-Prince, ein Kommunikationsnetz für die Helfer aufzubauen. Laut Jekel "gibt es noch sehr, sehr viel zu tun". Obwohl die Lage in Haiti "weit von der Normalität entfernt" sei gehe es weiter und die Menschen seien sehr froh über die Anwesenheit der Helfer.

  

Es gebe "so viel zu tun, dass zum Nachdenken relativ wenig Zeit bleibt", berichtete er. In Leogane, nahe am Epizentrum des Bebens, seien "80 bis 90 Prozent aller Gebäude zerstört". Es gebe so gut wie keine Infrastruktur, somit auch keine Strom- und Wasserversorgung.

 

Am Camp der Helfer in Leogane seien in der Früh immer wieder Menschen vorbeigezogen, die gesungen hätten, so die weitere Schilderung Jekels. Sie seien "auf dem Weg zu dem gewesen, was von der Kirche übriggeblieben ist", um dort neue Hoffnung zu schöpfen.

 

Hilfe in Haiti werde wohl "sehr, sehr lange benötigt", meinte der 37-Jährige. Seiner Einschätzung zufolge könnte das sogar Jahre der Fall sein. Jekel war bereits 2008 als Helfer auf der Karibikinsel, damals nach einem Hurrikan. Sein erster Gedanke, als er vor mehr als zwei Wochen von dem Erdbeben hörte, sei daher "nicht schon wieder Haiti" gewesen.

 

 

 

 

 

 

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