Notarzthubschrauber

NAH Christophorus 2 im Landeanflug im LK Krems
Der am Landesklinikum Krems stationierte Notarzthubschrauber Christophorus 2 des ÖAMTC ist streng genommen kein Angebot unserer Bezirksstelle.
Jedoch wird ein Großteil der Sanitäter von der Bezirksstelle Krems gestellt und die meisten Ärzte kommen aus dem LK Krems.
Medizinische Ausstattung:
Die medizinischen Geräte und Sonderausstattungen für die Christophorus-Notarzthubschrauber entsprechen den neuesten Standards.
Es können Messwerte aller wichtigen Organparameter des Patienten abgelesen werden: unter anderem Herzrhythmus, Blutdruck (auch invasiv, d.h. direkt im Gefäßsystem), Puls, Sauerstoffgehalt des Blutes, CO2–Gehalt der Atemluft sowie die Körpertemperatur. Zur Behandlung komplexer Herzrhythmusstörungen steht auch ein (transthorakaler) Herzschrittmacher zur Verfügung.
Das Monitoring ist modular aufgebaut – die Messdaten der einzelnen Module, die sich beim Einsatz vor Ort im Defibrillator befinden, können während des Fluges auf einem großen Farbmonitor dargestellt werden, um die Überwachung des Patienten in jeder Phase optimal zu gewährleisten.
Die Defibrillation bzw. Cardioversion kann auch während des Fluges ausgeführt werden – die gesamte Bordelektronik wurde auf ausreichende Abschirmung hin entwickelt und überprüft.

NAH Christophorus 2 von außen
Für die Beatmung werden ebenfalls Geräte modernster Bauart eingesetzt. Mit den Transportrespiratoren kann kontrolliert und assistiert beatmet werden.
Bis zu vier Infusionspumpen sowie diverse Kleingeräte ergänzen die medizintechnische Ausstattung der Christophorus-Hubschrauber.
Damit wird dem Patienten jederzeit ein Höchstmaß an medizinischer Betreuung und Sicherheit und der medizinischen Crew ein optimales Arbeiten auch unter schwierigsten Bedingungen garantiert.
Chronik
Christophorus 2 wurde am 1. September 1983 in Dienst gestellt. Der Hubschrauber war zunächst im Freien stationiert, da im Krankenhaus-Areal kein Platz für einen Hangar war. Da dies jedoch einige Probleme verursachte (Betankung aus Fässern, der Hubschrauber musste jeden Abend in Planen "eingepackt" werden, Probleme im Winter etc.), wurde im Jahr 1987 ein unterirdischer Hangar, direkt unter dem ebenfalls neu errichteten Heliport gebaut. Der Hubschrauber fährt auf einer Transportplattform aus dem Hangar und wird dann mit einer speziell konstruierten Hebebühne zum Abflug- und Landeplatz hochgehieft. Die Betankung erfolgt seither aus der hauseigenen Tankstelle und auch das Lager für Medikamente und Material ist nun im beheizten Hangar untergebracht.
Führungsgremium
Stützpunktleiter: Cpt. Günter Grassinger
Leitender Flugrettungsarzt: OA Dr. Gabriele Golling (Fachärztin für Anästhesie und Intensivmedizin im LK Krems)
Leitender Flugrettungssanitäter: Thomas Weingartner (Österr. Rotes Kreuz, Bezirksstelle Krems)
Adresse
Mitterweg 10, A-3500 Krems
