02.11.2017 11:26

Bauprojekt in Scheibbs gestartet!

Großzügig geplant, aber nach 22 Jahren doch zu klein – so könnte man den Grund für die Baumaßnahmen beim Roten Kreuz Scheibbs beschreiben. Früher als geplant konnten Ende Oktober die Bauarbeiten beim Roten Kreuz Scheibbs begonnen werden.

Bauprojekt in Scheibbs gestartet!
Projektleiter Manfred Großberger, Bezirksstellenleiter Dr. Kurt Schlögl, Geschäftsführer Reinhard Punz

Insgesamt werden dabei drei Projekte realisiert, unter anderem ein Garagen-Zubau: Durch die stetig steigende Zahl an Sanitäts- und Rettungseinsätzen (23.000 pro Jahr) musste der Fuhrpark in den letzten Jahren immer wieder aufgestockt werden. Auch einige Sonderfahrzeuge für die verschiedenen Dienstleistungen des Roten Kreuzes kamen dazu. Mehrere Fahrzeuge stehen mittlerweile ganzjährig im Freien, was vor allem im Winter Probleme beschert. Bei kurzen Anfahrtszeiten zu den Patienten müssen diese in sehr kalte Fahrzeuge verladen werden, außerdem geht die Navigations- und Funktechnik bei Minusgraden immer wieder in die Knie. Hier soll der Garagen-Zubau mit ausreichend dimensionierten Lagerräumen für Medizinprodukte, Werkzeuge und KFZ-Zubehör Abhilfe schaffen.

Ebenfalls am Bauplan steht der Anbau eines neuen Büro- und Verwaltungstrakts und die Erweiterung der Aufenthaltsräume. Bezirksstellenleiter Dr. Kurt Schlögl: „Nicht nur unsere Dienstleistungen wurden in den letzten 20 Jahren viel umfangreicher, auch das verantwortliche Personal hat sich verdoppelt. Seit Jahren kommt es zu Engpässen bei den Büroarbeitsplätzen, obwohl diese ohnehin schon gemeinsam genutzt werden. Auch die Aufenthaltsräume für die Einsatz-Teams sind mittlerweile viel zu klein, bei bis zu 30 Mitarbeitern im Dienst gehen schon einmal die Sitzplätze aus.“

Auch die Parkplatz-Situation beim Roten Kreuz Scheibbs erweist sich tagtäglich als ausgesprochen schwierig. Nachdem der Parkplatz gemeinsam mit dem benachbarten Röntgeninstitut genutzt wird, stehen oft schon am frühen Vormittag zu wenig Stellplätze zur Verfügung. Das führt regelmäßig dazu, dass Rotkreuz-Mitarbeiter nicht direkt an der Dienststelle parken können. Das trifft aber auch Patienten des Röntgeninstituts, die sich oft schwer damit tun, weitere Wege zur Fuß zurückzulegen. Diese Knappheit ruft leider auch immer wieder Falschparker auf den Plan, die sich teilweise in die Rettungsausfahrt stellen. Im Rahmen des Bauprojekts werden nun zusätzliche Stellplätze geschaffen.

Geschäftsführer Reinhard Punz: „Finanziert wird das Bauprojekt aus Eigenmitteln und mit der Unterstützung des Land Niederösterreich und den Gemeinden im Bezirk Scheibbs. Auf die Gemeinden kommt allerdings keine finanzielle Mehrbelastung zu. Die Gemeinderäte haben beschlossen, dass ein Teil des Rettungsbeitrags für dieses Projekt zweckgebunden wird.“

Großen Wert legt das Rote Kreuz bei derartigen Projekten auch auf Information. Rotkreuz-Pressesprecher Lukas Hürner: „Das Rote Kreuz erfährt eine großartige Unterstützung aus der Bevölkerung, vor allem auch mit Spenden im Rahmen von Mitgliedsbeiträgen. Daher ist uns Offenheit und Transparenz ein großes Anliegen, wenn wir derartige Projekte angehen.“

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