Abschlussübung zur Zugkommandanten-Ausbildung 2014

(Führungskräfte 2-Ausbildung)

 

Im Rahmen der FK2-Ausbildung fand am 25.10.2014 in Uttendorf eine Abschlussübung statt, um das theoretisch gelernte auch gleich praktisch umsetzen zu können.  Als Aufgabe wurde uns FK2-Anwärtern gestellt, dass im Bezirk Braunau ein Bus mit ca. 25 Flüchtlingen aufgriffen werden soll und für diese eine Unterkunft für eine Nacht zu errichten ist.

Wir mussten unseren Ausbildnern einen genauen Ablauf zur Errichtung des Camps, inklusive Verpflegung, Schlafgelegenheiten und welche Materialen benötigt werden, erstellen. Was nicht ganz einfach war, weil zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt war, welcher Herkunft die Flüchtlinge sind, welche Sprache sie sprechen oder welchen Glauben sie haben. Wir entschieden uns dann, das Lager in der Straßenmeister Uttendorf zu errichten, wohin wir vorweg schon mal einen Erkundungstrupp losschickten um die Lage zu erkunden, ob es für die Unterkunft geeignet ist. Es stellte sich heraus, dass es gut geeignet ist, weil alles Notwendige zur Verfügung stand, angefangen von einer Küche bis zu Duschen und einem Schlafraum. Darauf hin organisierten wir Feldbetten und Decken aus dem KHD-Lager. Und machten uns im Konvoi von sieben Rettungsfahrzeugen (SEW) auf den Weg Richtung Uttendorf.

Campaufbau

die Kursteilnehmer beim Planen des Camps
Präsentation der Ergebnisse
Material einladen
Abfahrt nach Uttendorf im Konvoi
Ankunft
Übungsteilnehmer
Übungs-Camp
Feldbetten aufstellen
Feldbetten aufstellen
Einsatzbesprechung
Einsatzbesprechung

Wo wir schon von unseren vorausgeschickten Kollegen empfangen wurden. Es wurde bereits ein Wagenhalteplatz ausfindig gemacht und das ganze Gelände erkundet. Wir errichteten sofort eine Meldestelle für die Flüchtlinge und bauten das Lager mit den Feldbetten auf. Die Zeit drängte, der Aufgriff der Flüchtlinge stand angeblich kurz bevor. Jedoch verschob sich dieser und wir Schulungsteilnehmer stärkten uns im Gasthaus Vitzthum in Uttendorf, denn wie es so schön heißt: "Ohne Mampf kein Kampf". Als wir gut gestärkt waren, wurde es ernst. Die Polizei griff einen Bus mit Flüchtlingen und Schleppern auf. Von der Übungsleitstelle wurden drei SEW zu einem Bauernhof entsendet, wo bereits die Polizei auf uns wartet. Die restliche Mannschaft wurde zurück zum Camp geschickt, um dort die Stellung zu halten. Jedoch ist bei dem Zugriff nicht alles glatt gelaufen, drei Schlepper konnten wieder entkommen und flüchteten in ein Waldstück. Es wurde sofort die Suchhundestaffel (SAR) des Roten Kreuzes alarmiert, um die Schlepper zu suchen. Inzwischen wurden sieben Flüchtlinge ins Camp in Sicherheit gebracht.

Suchaktion

die Statisten: Flüchtlinge und Schlepper
die Statisten werden im Wald versteckt
Suchhundestaffel Braunau ist bereit
Einsatzbeginn, die ersten Einheiten treffen ein
schön langsam wird es auch noch finster
Besprechung der Einsatzleiter
die Suchaktion beginnt
die ersten Flüchtlinge wurden gefunden
ein Flüchtling wurde gefunden
auch ein Schlepper wurde aufgegriffen
der Schlepper wird von der Polizei abgeführt

Gerade als die Flüchtlinge in Sicherheit waren und die Suchaktion noch voll im Gange war, wurde eine zweite Einheit mit drei SEW´s alarmiert, da es sich herausstellte, dass noch ein zweiter Flüchtlingsbus unterwegs war. Der Einheit wurden verschieden Aufgaben gestellt, um den Aufgriffsort zu finden. Es musste das bei der Karten- und Geländekunde gelernte angewendet werden. In der zwischen Zeit gab es einen Zwischenfall im Lager - eine Frau erlitt einen Herzinfarkt und es stand zur Zeit kein Notarzt zur Verfügung, da gerade zu dieser Zeit Personalmangel herrschte. Im Lager war diese Aufgabe auch nicht ganz leicht zu bewältigen. Zum Abschluss stellte sich heraus dass der zweite Bus einen Unfall mit 10 Verletzten verursacht hat, wo dann alle Schulungsteilnehmer wieder zusammen kamen und den Unfall nach den theoretisch gelernten jetzt praktisch umzusetzen hatten. Es wurde ein Einsatzleiterwechsel durchgeführt und auch verschiedene Leiterfunktionen vom Einsatzleiter ausgegeben, somit kam jeder einmal in den Genuss einen Bereich zu übernehmen. Es wurden alle verletzen versorgt und in ein Übungskrankenhaus gebracht.

Busunfall

Busunfall
Busunfall
Wagenhalteplatz
Einsatzleiter
Abtransport der Verletzten
Besprechung mit dem Einsatzleiter
Versorgung eines Patienten
Abgleich der Nummern vom Patientenleitsystem

Mit dieser Übung konnte fast alles theoretisch Gelernte praktisch umgesetzt werden. Es wurde jeder einzelne Teilnehmer gefordert, um alle Stationen bewältigen zu können. Ich kann nur sagen, es war eine großartige Übung, die sehr lehrreich war. Aber nicht nur wir Schulungsteilnehmer wurden gefordert, wir hielten auch die Übungsleitung und die Übungsleitstelle auf Trab! Zum Abschluss gab es noch eine Übungsnachbesprechung mit allen Einsatzorganisationen und Statisten. Den Teilnehmern des FK2-Kurses wurden noch die Übungsleitstelle, der Übungsleiterraum und gewisse Hintergründe näher gebracht.

Das errichte Camp war natürlich nicht für die Flüchtlinge sondern für uns Teilnehmer, wo es nach der erfolgreich abgeschlossen Übung noch einen gemütlichen Ausklang gab, wo natürlich viel über die Übung ausgetauscht worden ist.

 

Teilnehmende Kräfte:

FK2-Kursteilnehmer aus den Bezirken Braunau, Ried, Vöcklabruck

Jugendgruppen der Ortsstellen Braunau und Mattighofen als Statisten

Rot Kreuz Suchhundestaffel des Bezirkes Braunau

Polizei Mauerkirchen, Mattighofen

Freiwillige Feuerwehren Uttendorf und Reith

 

in der Übungsleitung waren:

Übungseinsatzleitung

Beobachter

realistische Unfalldarstellung (Schminker)

Doku-Team

hinter den Kulissen - Übungsleitung und schminken

Übungsleitung
Übungsleitstelle
Übungsleitstelle
Einsatzgebiet
schminken der Statisten
schminken der Statisten
Besprechung der Beobachter
Kennenlernen mit dem Suchhund
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