25.06.2009

Mitarbeiterfreistellung bei Katastrophen

Dank an Unternehmen wie Siemens, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Katastropheneinsätze freistellen.

Rotkreuz-Mitarbeiter im Katastropheneinsatz

Tausende freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehen in den Einsatz, wenn das Hochwasser kommt, Vermurrungen drohen, oder die Natur auf andere Art und Weise ihre unbändige Kraft zeigt. So ist das auch beim Hochwasser, das seit Wochenbeginn in nahezu ganz Österreich Schäden verursacht hat.

 

Viele der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Roten Kreuzes oder der Feuerwehr, aber auch von anderen Organisationen, müssen sich dafür Urlaub nehmen. Einige zählen glücklicherweise auf einen verständnisvollen Dienstgeber, um gemeinsam mit anderen Helfern, dort anpacken zu können, wo Hilfe gebraucht wird.

 

Siemens Österreich geht hier beispielgebend voran: "Jetzt ist schnelle Hilfe gefragt und deshalb haben wir entschieden, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Siemens AG Österreich, die Mitglieder von Hilfsorganisationen sind, für die Dauer des Hochwassereinsatzes bei vollen Bezügen vom Dienst freigestellt sind", so Brigitte Ederer, Vorsitzende des Vorstandes der Siemens AG Österreich in einer Aussendung. Mit dieser Hilfsmaßnahme will Siemens Österreich dazu beitragen, die Situation in den vom Hochwasser bedrohten oder betroffenen Gebieten Österreichs zu entschärfen. Gleichzeitig gilt diese Aktion als Anerkennung des selbstlosen Einsatzes der vielen Siemens-MitarbeiterInnen, die ehrenamtliche Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren und offizieller Hilfsorganisationen, wie Rotes Kreuz und andere, sind.

 

Das Österreichische Rote Kreuz bedankt sich bei Siemens und auch bei allen anderen Unternehmen, die ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freistellen, damit diese Anderen zu Zeiten der Not beistehen können!

 

„Ohne freiwillige Helfer wären Einsätze wie die Hochwasser-Hilfe nicht zu bewältigen. Ich möchte daher an dieser Stelle allen Arbeitgebern danken, die ihre Mitarbeiter ohne Probleme in den Einsatz ziehen ließen“, sagte Rotkreuz-Präsident Fredy Mayer bereits anlässlich des Hochwassers im Jahre 2002.

 

Die Forderung nach Erleichterung von Sonderurlauben und Freistellungen wird vom Roten Kreuz immer wieder gebracht. Gerade in der Urlaubszeit und unter der Woche würde sich die Einsatzbereitschaft der Einsatzorganisationen für große Ereignisse durch solche Maßnahmen dramatisch verbessern. Die oft wochenlangen Ausbildungen und Übungen für die Katastrophenhelfer finden oftmals in ihrer Freizeit statt, außerdem bringt der Einsatz der Freiwilligen ja enormen volkswirtschaftlichen Nutzen, weil Leben gerettet werden und Leid gelindert wird.

 

 

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