03.12.2009

Freiwilligkeit – der Kitt unserer Gesellschaft

Wien (Rotes Kreuz) – „Der Beitrag, den Freiwillige unentgeltlich für unsere Gesellschaft leisten, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden“, sagt Rotkreuz-Präsident Fredy Mayer anlässlich des Internationalen Tags der Freiwilligen am 5. Dezember. „Die Freiwilligen erbringen Dienstleistungen, die weder der Markt, noch die öffentliche Hand zur Verfügung stellen. Sie sind der Kitt unserer Gesellschaft.“

 

44 Prozent der Österreicher engagieren sich freiwillig, rund 50.000 von ihnen beim Roten Kreuz. Laut aktuellem Freiwilligenbericht leisten diese Frauen und Männer wöchentlich 14,7 Millionen Arbeitsstunden. Die meisten Freiwilligen sind zwischen 30 und 50 Jahre alt. Fredy Mayer wünscht sich ein verstärktes Engagement jüngerer und älterer Menschen. „Wir sind sowohl auf Nachwuchs mit hoher Einsatzbereitschaft angewiesen, als auch auf die wertvolle Lebenserfahrung älterer Männer und Frauen“, so der Rotkreuz-Präsident, der sein Amt ebenfalls freiwillig ausübt. Mayer ist davon überzeugt, dass auch die Ehrenamtlichen von ihrer Tätigkeit profitieren. „Das ist keine Einbahnstraße“, betont er. „Nur ein Beispiel: ich weiß von jungen Menschen, deren ehrenamtliches Engagement ihnen stark beim Jobeinstieg geholfen hat. Die sozialen und fachlichen Fähigkeiten, die sie sich beim Roten Kreuz angeeignet haben, waren das Kriterium für eine Einstellung.“

 

Bei älteren Freiwilligen hingegen seien der soziale Kontakt und das Gefühl des „Gebrauchtwerdens“ gleichermaßen Motivation wie Gratifikation.

 

Eva Moser, 65jährige Rotkreuz-Freiwillige, engagiert sich in der Altenpflege. Sie bringt es auf den Punkt: „Es ist eine Arbeit, bei der man etwas bekommt, das für mich mit Geld nicht aufzuwiegen ist: das Gefühl, helfen zu können und gebraucht zu werden.“

Rückfragehinweis:
Mag. Thomas Marecek
Österreichisches Rotes Kreuz
Medienservice
Tel.: +43 1 589 00-151
Mobil: +43 664 823 48 02
E-Mail: thomas.marecek@roteskreuz.at
http://www.roteskreuz.at

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