18.08.2017 09:12

Trinkwasserexperten des OÖ. Roten Kreuzes retten tausende Leben

Krieg. Dürre. Durst. Weltweit haben 780 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die 53 ausgebildeten Trinkwasserexperten im OÖ. Roten Kreuz leisten mit ihrer Arbeit einen Beitrag, diese Situation zu verbessern. Erst vor wenigen Tagen kam Karl Radner aus Kirchdorf von einem Trainingscamp in Mazedonien zurück.

Trinkwasserexperten des OÖ. Roten Kreuzes retten tausende Leben

Sauberes Wasser und Hygiene entscheiden oft über Leben und Tod. Gerade in den Kriegs- und Krisengebieten der Erde ist trinkbares Wasser für große Teile der Menschen Mangelware. Diesen Zustand verbessern die 53 ausgebildeten Trinkwasserspezialisten im OÖ. Roten Kreuz mit ihrem weltweiten Engagement. Ständige Weiterbildung gehört für sie zu den obersten Pflichten - das weiß auch Karl Radner. Mit sechs österreichischen Kollegen gab der freiwillige Rotkreuz-Mitarbeiter bei einem Trainingscamp in der Stadt Dojran im Süden von Mazedonien sein Wissen weiter. „Gemeinsam haben wir eine Aufbereitungs-Anlage errichtet“, so Radner.

Für Flüchtlinge in Uganda täglich 60 Lkw mit Trinkwasser befüllt
Von ihrem ersten Trinkwasseraufbereitungs-Einsatz aus Uganda zurückgekehrt ist Christine Widmann aus Linz. Gemeinsam mit Hemma Hammann aus Reichraming und Kollegen der Rotkreuz-Organisationen aus Schweden und Deutschland übergab sie eine Anlage am Weißen Nil an die ugandischen Helfer vor Ort. Die Anlage produziert täglich rund 700.000 Liter für tausende Flüchtlinge aus dem Südsudan, die in einem der dort angesiedelten Lager Zuflucht vor Krieg, Gewalt, Angst und Terror gefunden haben. „Täglich haben wir bis zu 60 Lkw mit Trinkwasser gefüllt“, berichtet Widmann über ihren Einsatz. Die Flüchtlingscamps in Uganda sind groß und können auf keinem Fall mit den Asylwerberunterkünften hierzulande verglichen werden. Wer so ein Camp im Auto umrunden will, muss sechs Stunden Fahrzeit einrechnen. Für Widmann war es der erste Einsatz dieser Art. Ihr Fazit: „Unser Team vor Ort hat großartig zusammengearbeitet. Der Abschied ist mir schwer gefallen.“ Beim Bau dieser Anlage ebenfalls im Einsatz waren die OÖ. Rotkreuz-Mitarbeiter Gottfried Staufer aus Attnang-Puchheim und Wilfried Hildenbrand aus Sattledt.

Aber auch in ihrer Heimat sind die OÖ. Rotkreuz-Trinkwasserspezialisten immer wieder gefragte Experten, wie beispielsweise beim Hochwasser 2013 im Donauraum. „Zehn Tage lang half ich in Goldwörth mit, die Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser zu versorgen“, berichtet Radner.

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