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18.01.2012

Jung-Athleten in Innsbruck: Vorbilder mit olympischen Ehren

Die 1. Jugend Winter-Olympiade in Innsbruck steckt sich nicht nur sportliche Ziele: Die Athleten bekommen auch humanitäre Werte vermittelt.

Ein feierlich gesprochener Olympischer Eid im prächtigen Bergisel Stadion eröffnete vor 15.000 Zuschauern die ersten Olympischen Jugendwinterspiele in Innsbruck. Über 1000 Athleten aus 70 Nationen nehmen von 13. bis 22. Jänner an den Olympischen Bewerben Teil. 

 

Etwa 1100 Volontäre ermöglichen als Helfer einen reibungslosen Ablauf der Spiele, darunter auch 400 Freiwillige des Ö(J)RK. 

 

Das Besondere an den Olympischen Jugendspielen liegt darin, dass diese Veranstaltung weit mehr als nur einen rein sportlichen Wettkampf darstellt. Um den jungen Athleten dabei zu helfen, sich zu verantwortungsbewussten Vorbildern und zu Botschafter von humanitären und olympischen Werten zu entwickeln, werden im Cultural and Education Program (CEP) im Congress Innsbruck zahlreiche kompetenzfördernde Aktivitäten angeboten. 

 

Als offizieller Partner der Olympischen Spiele bietet die Rotkreuz-Bewegung Workshops, interaktive Spiele, und Diskussionsrunden zu Themen wie HIV/AIDS, RK-Suchdienst, Positive Images of Migrants und Erste Hilfe an. Diese Angebote unterstützen die Sportler dabei, eine Balance zwischen sportlichen Ehrgeiz und interkultureller Bewusstseinsbildung zu finden. 

 

Mehr als Wettkampf


Tamara Grascher, Kapitän der bis dato sehr erfolgreichen Österreichischen Eishockeymannschaft ist bereits mit 2 Jahren das erste Mal auf dem Eis gestanden. Sport war für sie ein ständiger Begleiter. Der Höhepunkt ihrer bisherigen Karriere ist die Teilnahme an den ersten Olympischen Jugendwinterspielen in ihrem Heimatland. „Es ist eine besondere Ehre bei den Spielen dabei zu sein, und eine große Chance für unser Team – es ist ein gutes Gefühl“ so Tamara. 

 

Sport ist für sie mehr als nur ein Wettkampf. Besonders schätzt sie den Teamgeist ihrer Mannschaft sowie die Interaktion mit anderen Nationen. Als Kapitän der Österreichischen Nationalmannschaft sieht sich Tamara in einer Vorbildfunktion. Werte, wie Disziplin, Respekt und Freundschaft versucht sie gleichermaßen im Sport als auch in ihrem persönlichen Umfeld zu leben und an ihre Mitmenschen zu vermitteln. 


Auch für Claudia Legget, Langläuferin des australischen Verbandes, ist Sport mehr als nur Teil eines gesunden Lebensstils. Sport hilft Brücken zwischen unterschiedlichen Kulturen und Nationen zu bauen. Nicht nur Ehrgeiz und Ausdauer haben Claudia zu den Olympischen Spielen gebracht, sie ist davon überzeugt, dass Zielstrebigkeit, Respekt, Toleranz und Fair Play Schlüssel zum Erfolg sind. 

 

„Eine Sportlerin muss viele Opfer bringen: Junkfood und Alkohol sind verboten. Natürlich muss ich viel trainieren, mehrere Stunden täglich – aber das Ganze ist es definitiv wert.“ meint Claudia strahlend. „Ich glaube ich kann ein gutes Vorbild für meine Mitmenschen sein. Ich fühle mich ausgezeichnet, Sport ist gut für Körper und Geist – und es macht Spaß.“ 

 

Humanitäre Werte


Gundi Moser ist eine freiwillige Mitarbeiterin des ÖJRK und lehrt seit sechs Jahren Erste Hilfe an Schulen. „Erste Hilfe zu lernen, ist wie eine Sprache zu erlernen: umso früher du beginnst, umso einfacher, schneller und besser wirst du sie beherrschen“ so Moser. „Ich glaube es ist sehr wichtig, dass Kinder bereits im Kindergarten bzw. in der Volksschule in Erste Hilfe unterrichtet werden. In jungen Jahren sind sie noch offen und haben keine Vorurteile gegenüber dem Unbekannten. Dabei geht es nicht nur um die Vermittlung von Erste Hilfe Kenntnissen, die Kinder werden in ihrer Entwicklung zu verantwortungsbewussten, hilfsbereiten, offenen Menschen heranzuwachsen unterstützt.“ 


Bei der Internationalen Konferenz der Rotkreuz-Bewegung im November 2011, setzten die Internationale Föderation des Roten Kreuzes und des Roten Halbmonds (IFRC) gemeinsam mit dem Internationalen Olympischen Komitee ein Zeichen für den Einsatz von bewusstseinsbildenden Maßnahmen für ein gewaltfreies Zusammenleben weltweit. Sport gilt neben Kunst, Musik und Bildung als eines der Schlüsselelemente um humanitäre Werte an junge Menschen nachhaltig zu vermitteln. 

 

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