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Krieg und Verfolgung zwingen Menschen immer wieder dazu, ihre Heimat zu verlassen. Meist haben sie nichts mehr außer ihr Leben. Eine beschwerliche und oft auch lebensgefährliche Reise führt diese Männer, Frauen und Kinder schließlich in ein Land, in dem sie sich Freiheit und Sicherheit erhoffen.
Im vergangenen Jahr wurden rund 5000 Asylwerberinnen und Asylwerber in Österreich als Konventionsflüchtlinge anerkannt. Dies bedeutet, dass ihr Asylantrag berechtigt war und dass sie daher zu ihrem Schutz in Österreich bleiben dürfen. Wenn sie ihren positiven Asylbescheid erhalten, bleiben ihnen vier Monate Zeit, um ihr vom Staat zur Verfügung gestelltes Grundversorgungsquartier zu verlassen. Dieser Zeitraum ist fast immer zu kurz, um ohne Unterstützung eine geeignete und leistbare Wohnung zu finden. An diesem Punkt hilft das Österreichische Rote Kreuz und steht diesen Menschen beim Start in ihr neues Leben zur Seite. Das erfolgreiche Rotkreuz-Projekt „Wohnen und Integration“ läuft bereits seit zwei Jahren.
Die Wohnungen:
Wohnungen gesucht:
mindestens 50 m²
Kategorie C oder besser
Mietvertrag über vier Jahre mit eventueller Verlängerungsoption oder unbefristetes Mietverhältnis
Das Rote Kreuz mietet geeignete Wohnungen, überläßt sie auf einige Jahre den Flüchtlingen als Nutzungsberechtigte. Die Mieter werden vom Roten Kreuz ausgewählt und betreut.
Die Betreuung:
Die Bewohner der „Startwohnungen“ werden von Rotkreuz-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern betreut:
- Förderung der Deutschkenntnisse
- Unterstützung bei der Arbeitssuche
- Begleitung zu öffentlichen Einrichtungen und Ämtern
- Unterstützung bei der Eingliederung ins Schulsystem
- Freizeitgestaltung, speziell für Kinder
- Förderung mitgebrachter Talente
- Hilfe bei der Verwendung und Wartung
von Haushaltsgeräten
u.v.m.
Unterstützung für Familie M.
Nach sechs Jahren auf der Flucht ist Familie M. in Österreich angekommen. 1999 beginnt der zweite Tschetschenienkrieg und damit die lange Flucht der damals 29jährigen Aldomirova, ihrem Mann Awtandil und ihren Kindern. Angst und Schrecken, Ungewissheit, Vertreibung und Armut prägen ihr Leben bis sie 2005 nach Österreich gelangen. Hier finden sie eine neue Heimat. Das Österreichische Rote Kreuz hilft bei der Suche nach einer Wohnung, der passenden Schule und einem Arbeitsplatz. Bei Behördengängen wird Unterstützung geboten und Deutschkurse für die ganze Familie werden organisiert. Dank der engagierten Unterstützung von freiwilligen Nachhilfelehrerinnen sind die 14jährige Medina und die 10jährige Kheda die besten Schülerinnen in ihrer Klasse und ihr kleiner Bruder Magomed geht in den Kindergarten.



