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28.02.2010

Erdbeben in Chile: grosse Teile des Landes betroffen

Rotes Kreuz seit gestern im Einsatz: Insgesamt mehr als 2 Millionen Betroffene; 214 Personen haben ihr Leben verloren, umfangreiche Schäden an der Infrastruktur.

Erdbeben in Chile

Die Präsidentin des Chilenischen Roten Kreuzes berichtet über die Hilfsaktivitäten vor Ort: Die Rotkreuz-Katastrophenhilfsteams und Freiwilligen wurden sofort landesweit alarmiert, um rasch Hilfe zu leisten. Zwei Rotkreuz-Vertreter sind permanent im Krisenstab des nationalen staatlichen Katastrophenhilfebüros (ONEMI). Die Elektrizitätsversorgung des Generalsekretariats des Chilenischen Roten Kreuzes in Santiagoist aufgrund des Erdbebens ausgefallen - derzeit kann aber mit Generator gearbeitet werden. Man versucht intensiv, die vom Erdbeben betroffenen Rotkreuz-Dienststellen zu erreichen, diese sind aufgrund der Schäden an der Infrastruktur noch nicht erreichbar.

 

 

Das Rote Kreuz in Chile hat aus dem internationalen Rotkreuz-Katastrophenhilfefonds noch gestern rd. € 200.000,- erhalten, damit es mit die Hilfe rasch intensiviert werden kann. Ein internationaler Rotkreuz-Hilfeaufruf ist in Planung, und Rotkreuz-Spezialisten aus der Region warten einsatzbereit auf den Einsatzbefehl aus Chile.

 

Die ersten internationalen Koordinationsmeetings wurden in Panama von der UN (OCHA) mit den größten Hilfsorganisationen organisiert, um Information auszutauschen.

 

Im Verlauf des gestrigen Tages in Chile sind die Wirkungen des starken Bebens und der über 30 Nachbeben etwas klarer geworden. Ein guter Überblick fehlt jedoch noch. Einige Punkte aus dem nächtlichen Situationsbericht unserer Rotkreuz-Kollegen in Chile und Panama:

  • 6 der 15 Regionen Zentral- und Südchiles sind betroffen.

  • 214 Personen haben ihr Leben verloren, 15 werden vermißt

  • Laut Präsident sind mehr als 2 Millionen Menschen betroffen. Die betroffenen Regionen haben ca. 1,5 Mio. Häuser - das Ausmaß der Beschädigung der Häuser ist noch nicht bekannt.

  • Wasser- und Elektrizitätssysteme sind beschädigt.

  • Der Flughafen von Santiago ist ebenso beschädigt und bleibt dzt. noch geschlossen (laut vorhergehender Meldung für ca. 48 Stunden); Die größten Häfen haben ebenso Schäden davongetragen.

  • Einige wichtige Autobahnbrücken  in bergigem Gebiet sind eingestürzt, der Zugang zu den zentralen Regionen via Strasse ist nicht möglich.

  • 6 Spitäler sind als bislang als beschädigt gemeldet. Die Patienten dieser Kliniken werden in andere Spitäler verlegt. Die Regierung hat die Bevölkerung im betroffenen Gebiet ersucht, nur in dringenden Fällen die Spitäler aufzusuchen.

Spenden:spende.roteskreuz.at oder Kennwort "Erdbeben Chile" Konto 2.345.000 bei der PSK

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