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Wienerwaldtunnel erfordert spezielle Einsatzkonzepte
Wenn der Wienerwaldtunnel Ende 2012 in den Vollbetrieb geht, haben die Einsatzorganisationen des Bezirkes Purkersdorf den längsten Eisenbahntunnel Österreichs in ihrem Einsatzgebiet zu betreuen. Der 13,3 km lange Tunnel bildet ein Teilstück der Westbahn und verbindet den Wiener Stadtrand mit dem Tullnerfeld. Der Tunnel wird über eine Länge von 2,2 km als zweigleisiger Tunnel geführt, der sich anschließend in zwei eingleisige Tunnel teilt. Die beiden Westportale befinden sich in Chorherrn im Bezirk Tulln. Im Abstand von 500 Meter sind die Tunnelröhren durch Querschläge miteinander verbunden. Insgesamt mussten ca. Zwei Millionen Kubikmeter Gestein entfernt werden, das entspricht etwa dem Volumen der Cheopspyramide in Ägypten.
Damit sich die Einsatzorganisationen auf unterschiedliche Notfallszenarien vorbereiten können gibt es seitens der Österreichischen Bundesbahn, die den Wienerwaldtunnel errichtet, mehrere Begehungen, Befahrungen und Übungen, die in Zusammenarbeit mit den Feuerwehren und Rettungsorganisationen aus den Bezirken Purkersdorf und Tulln ausgearbeitet und durchgeführt werden. Am Freitag, den 15. April gab es eine Befahrung, an der auch das Purkersdorfer Rote Kreuz mit mehr als 20 Personen aus dem Rettungsdienst und Führungskräften teilnahm.
„Für uns war diese Befahrung eine einmalige Möglichkeit, den Tunnel und die speziellen Begebenheiten gemeinsam mit den Feuerwehren genauer kennenzulernen. Im Ernstfall müssen wir schließlich rasch handeln können, da müssen die nötigen Maßnahmen ohne Zeitverlust durchgeführt werden. Ein Notfall in so einem Tunnel ist sehr selten und daher außergewöhnlich, deswegen gibt es auch seitens sanitätsdienstlichen Betreuung spezielle Einsatzkonzepte", so Bezirksstellenkommandant Klaus Reschl im Anschluss an die Übung.

