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Krisenintervention im Roten Kreuz umfasst eine Reihe von Maßnahmen für Angehörige und Opfer, die sich grundlegend von den Maßnahmen für Einsatzkräfte unterscheiden.
Es handelt sich dabei durchwegs um Interventionen, die relativ kurzfristig nach einem traumatischen Ereignis und meist noch vor Ort stattfinden.
Traumatische Ereignisse können Belastungsstörungen hervorrufen, die gesundheitliche Schäden mit sich bringen können. Die Krisenintervention des Roten Kreuzes Tirol versteht sich als vorbeugende Maßnahme.
Die Kriseninterventionsteams betreuen Menschen nach außergewöhnlich belastenden Ereignissen. In enger Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst sind die psychologisch geschulten Fachkräfte behutsame Zuhörer, die für die Betroffenen erträgliche Rahmenbedingungen schaffen.

Die Rot-Kreuz Mitarbeiterin Elisabeth Hofbauer bei der Betreuung einer Klientin in einer seelischen Ausnahmesituation
Betroffene berichten
Michael K.: "Durch meine Tätigkeit am Notarztwagen, fiel mir immer wieder negativ auf, dass die Angehörigen nach der Tätigkeit des Notarztes mit wenigen Informationen unbetreut , teilweise alleine, zurückgelassen werden um den primär Betroffenen in die Klinik, für weitere medizinische Behandlung zu bringen. Nach der Schaffung eines Krisen-Interventions-Teams auf meiner Dienststelle war es für mich klar diesem Team beizutreten. Diese Entscheidung habe ich bis heute nicht bereut. Auf die Frage von Kollegen welcher Dienst für mich höhere Priorität hat kann ich bis dato keine Antwort geben. Es haben beide Dienstarten für mich gleich hohe Wertigkeit die mit unterschiedlichen Werkzeugen bewältigt werden (müssen)."
Unser Angebot
- Unterstützung bei der Bewältigung der Eindrücke
- Stabilisierung und Mobilisierung persönlicher Ressourcen
- Aktivierung des sozialen/familiären Netzwerkes
- Unterstützung bei der Wiedergewinnung der Handlungsfähigkeit