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Aktionswoche für das gute Testament
Rotes Kreuz beteiligt sich gemeinsam mit 34 Non Profit Organisationen an der Initiative "Vergissmeinnicht.at", die Informationsplattform über Vererben für den guten Zweck. Seit Montag informieren Veranstaltungen über diese Spendenmöglichkeit.
Acht Prozent der Österreicher könnten sich vorstellen, in ihrem Testament eine gemeinnützige Organisation zu bedenken. Damit möchten sie über ihr Leben hinaus Gutes tun. 35 Non Profit-Organisationen, unter ihnen das Rote Kreuz, informieren mit der Initiative „Vergissmeinnicht.at“ über diese Spendenform.
Von 17. bis 22. September organisieren sie die Woche des guten Testaments. In zahlreichen Veranstaltungen wird das Thema gemeinnütziges Testament vorgestellt. So laden viele der Organisationen zum Tag der offenen Tür, andere wiederum zu Informationsabenden mit Rechtsexperten und Notaren.
Als Höhepunkt diskutieren am heutigen Dienstag in der Wiener Urania u.a. Anneliese Rohrer, Paul M. Zulehner und Georg Markus über zivilgesellschaftliches Engagement als Vermächtnis für die Zukunft.
„Immer mehr Menschen überlegen, einen Teil ihres Nachlasses gemeinnütziger Organisationen zu hinterlassen, wissen aber nicht wie. Mit ‚Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament ‘ wollen wir diese Informationslücke schließen“, erklärt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria die Motivation hinter der Initiative.
Das Motto der Initiative „Es gibt ein Leben nach dem Leben“ ist gleichzeitig die wichtigste Motivation für viele Spender: „Die Testamentsgeber wollen sicherstellen, dass auch nach ihrem Leben die Anliegen, die ihnen schon zu Lebzeiten wichtig waren, weiter sicher gestellt werden und sie der Gesellschaft etwas zurück geben können.“ erklärt Lutschinger weiter.
In den kommenden Monaten sind neben Plakaten, Fernseh- und Radiospots auch Veranstaltungen geplant. So wird im Rahmen des „International Legacy Day“ im September erstmals in Österreich ein Schwerpunkttag stattfinden. Die Website „Vergissmeinnicht.at“ ist der zentrale Informationskanal.
Eine Kooperation mit der Österreichischen Notariatskammer wird das rechtliche Informationsbedürfnis der Bürger sicher stellen. Ziel ist, das Thema in das öffentliche Bewusstsein zu bringen und den Menschen umfassende und neutrale Informationen zu bieten.
Erbschaften und Vermächtnisse
Erbschaften sind ein wichtiger Faktor im Spendenaufkommen Österreichs. Jährlich werden auf diese Weise schätzungsweise ungefähr 30 bis 40 Millionen Euro gespendet (Spendenaufkommen 2011 460 Mio. Euro). Die Motivation der Menschen ist dabei äußerst vielfältig, in den meisten Fällen möchte sie aber etwas Bleibendes hinterlassen.
Viele wählen diese Art des Vererbens auch, weil sie keine Angehörigen oder andere Erben haben. So können sie vermeiden, dass ihr Vermögen an den Staat fließt – wie es jedes Jahr in 200-300 Fällen mit mehreren Millionen Euro an Vermögenswerten geschieht.
Die Initiatoren
Der Fundraising Verband Austria organisiert die Initiative. Die Teilnehmer sind Albertina, Amnesty International, Ärzte ohne Grenzen, Auftakt, BirdLife, CARE, Caritas Socialis, Evangelisches Diakoniewerk Gallneukirchen, FWF Der Wissenschaftsfonds, GLOBAL 2000, Greenpeace, Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs, Jugend Eine Welt, Lebenshilfe Wien, Licht für die Welt, Menschen für Menschen, Österreichisches Rotes Kreuz, Pro Juventute, Rote Nasen Clowndoctors, SOS-Kinderdorf, Sterntalerhof, Stiftung Kindertraum, UNICEF, Vier Pfoten, Volkshilfe Solidarität, Wiener Tierschutzverein, World Vision, WWF.
