01.10.2017 12:42

Rotes Kreuz bildet 100 neue Katastrophenhelfer aus

Das Lager ist aufgebaut, die persönliche Einsatzausrüstung hat man noch auf dem Feldbett abgelegt, man steht vor dem Zelt und unterhält sich über den Rettungsdienst-Alltag. Spannung liegt in der Luft, Nervosität und zugleich Neugier prägen die Stimmung. Erste Hubschrauber kreisen für Erkundungsflüge über dem Wipptal. Dann erscheint eine Führungskraft und instruiert die Sanitäterinnen und Sanitäter über den bevorstehenden Einsatz. Ein Brand in der Alpenvereins-Hütte in Obernberg ist ausgebrochen. Es geht los.

Rotes Kreuz bildet 100 neue Katastrophenhelfer aus
In 5 Szenarien konnten die Teilnehmer das theoretische Wissen in die Praxis umsetzen.

So erging es am Samstag gut 100 Rotkreuz-Einsatzkräften. Sie waren TeilnehmerInnen des jährlich stattfindenden Katastropheneinsatz-Seminars. Fünf Szenarien, vom Brand über Verkehrsunfälle bis hin zu einem mehrere Stunden andauernden Betreuungseinsatz, mussten abgearbeitet werden. Schauplatz dafür ist das Wipptal. Täuschend echt geschminkte Figuranten sorgten für ein möglichst realitätsnahes Übungserlebnis. Von neun Uhr früh bis in die späte Nacht war die Hilfeleistung der Einsatzkräfte erforderlich, zum Ruhen blieb kaum Zeit. 

 

„Mit diesem praktischen Seminar komplettieren die Einsatzkräfte ihre Basisausbildung im Bereich Katastrophenhilfe. Nur wenn sie hier richtig gefordert werden, wissen sie, was sie im Ernstfall erwartet. Ich kann aber voller Stolz sagen, dass alle ihr Bestes gegeben haben – bis zum Schluss. Es wurde absolut professionell gearbeitet.“, resümiert Seminarleiterin Claudia Juen. 

 

Nun stehen dem Roten Kreuz Tirol 100 weitere Katastrophen-Profis zur Verfügung. Eingesetzt werden sie in den Bezirken im Bereich Katastrophenhilfe – auf ehrenamtlicher Basis. Damit ist das Rote Kreuz ein verlässlicher Partner für die Tiroler Bevölkerung. 

 

„Bereits mehrfach wurde dieses Jahr der Bezirk Innsbruck-Land von schweren Unwettern getroffen. Das Seminar im Wipptal trägt dazu bei, noch schneller und gezielter helfen zu können. Wir bereiten uns auf künftige Katastrophen vor, um im Ernstfall gelerntes abrufen zu können. Da das Personal oftmals über einen längeren Zeitraum im Einsatz ist, sind wir stolz auf das freiwillige Engagement unserer Mitglieder.“, so der Landesrettungskommandant Oswald Gritsch.

 

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