23.01.2009

Brücken statt Mauern

Während Themen wie Vielfalt, multikulturelle Kompetenz oder Integration sowohl im gesellschaftlichen Diskurs wie auch als politische Zielsetzung omnipräsent sind, ist die praktische Umsetzung im täglichen Leben häufig von diversen Vorurteilen und Problemen geprägt. All zu häufig zeigt es sich, dass Personen der österreichischen Mehrheitsgesellschaft und Mitglieder ausländischer Minderheitsgesellschaften nebeneinander, manchmal sogar gegeneinander, aber nur in seltenen Fällen miteinander agieren. Gleichzeitig scheint es jedoch, als ob insbesondere fehlendes Wissen um die Denk- und Lebensweisen der jeweils anderen Gruppen oder manifeste bzw. latente Vorurteile diesem Problemfeld zugrunde liegen.

 

„Brücken statt Mauern“ soll dazu einen wesentlichen Beitrag leisten und über einen lokalen Ansatz „Mehrheits- und Minderheitsgesellschaften“ näher zusammenbringen. Ansatzpunkt des Projekts ist es daher, „Österreicherinnen“ mit „Ausländerinnen“ zusammenzubringen und unter Begleitung einer qualifizierten Expertin gemeinsam zu erarbeiten und zu diskutieren, welche Verhaltensweisen der jeweils anderen Personengruppe dem Zusammenleben förderlich (sprich was sind „Brücken“) bzw. hinderlich (sprich was sind „Mauern“) sind.

 

In entsprechenden Themenabenden in verschiedenen österreichischen Gemeinden sollen gemeinsam in den Gruppen Vorgehensweisen erarbeitet werden, die das Zusammenleben verbessern können. Moderiert und geleitet wird dieser Prozess von einer qualifizierten Integrationsexpertin, die nicht nur diese Arbeitstreffen gestaltet und leitet sondern auch darüber hinaus als Ansprechperson zur Verfügung steht.

 

Die Finanzierung soll über das europäische Programm „Europäischer Integrationsfonds“ erfolgen.

 

Interessierte Rotkreuz-Stellen bzw. Rotkreuz-Mitarbeiterinnen werden eingeladen, nähere Informationen bei Johannes Guger, Außenbeziehungen, tel. 01 58900 311, johannes.guger@roteskreuz.at anzufordern.

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