30.11.2009

„Ausländerfeindlichkeit kostet Jobs“: Bildung zuwandern lassen!

Wien (Rotes Kreuz) – „Nicht Ausländer kosten Arbeitsplätze, Ausländerfeindlichkeit tut das!“, erklärte heute der Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK), Fredy Mayer, aus Anlass der Pressekonferenz „Vielfalt als Chance: Zuwanderung und Integration in Wien“ der Industriellenvereinigung. „Fremdenfeindliche Stimmung schadet dem Wirtschaftsstandort“, so Mayer weiter. „Eine unzureichende Wirtschaftsleistung wiederum gefährdet die soziale Sicherung.“

 

Es sei keine Frage, dass auf Missstände wie mangelnde Integrationsanstrengungen hingewiesen werden müsse, so der Rotkreuz-Präsident: „Ich halte es für legitim, von zuwandernden Menschen die uneingeschränkte Anerkennung des österreichischen Rechtssystems und der Grundwerte der österreichischen Rechts- und Sozialordnung zu fordern.“ Allerdings erforderten solche Missstände konstruktive Lösungen, und nicht Polemik.

 

In Fragen der Migration gehe es auch um die Zukunftsfähigkeit Österreichs, sagte Mayer. Künftig werde es notwendig sein, „Bildung einwandern zu lassen: In Zukunft wird es weniger einheimische erwerbstätige Steuer- und Beitragszahler geben“, so der Rotkreuz-Präsident. Die Aufrechterhaltung von Wirtschaftsleistung und sozialer Sicherung erfordere daher einerseits eine bessere Ausbildung künftiger Erwerbstätiger, weil sich dadurch die Produktivität erhöhe. „Andererseits werden wir um ein bestimmtes Maß an Zuwanderung nicht herumkommen“, so Mayer. Er erneuerte deshalb die Forderung des ÖRK nach der Einführung eines Zuwanderungsmodells nach Kriterien, das gut ausgebildeten Migranten den Vorzug gibt, und nach einem Staatssekretariat für die Querschnittsmaterie Migration.

 

Rückfragehinweis:
Mag. Andrea Winter
Österreichisches Rotes Kreuz
Presse- und Medienservice
Tel.: +43 1 589 00-153
Mobil: +43 664 823 48 54
E-Mail: andrea.winter@roteskreuz.at

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