Hochzeitsgesellschaft verunglückt! - So die Übungsannahme
Unterabschnittsübung mit der Feuerwehr
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Am 7. Oktober hielten die Feuerwehren Kaltenleutgeben, Perchtoldsdorf, Breitenfurt und Laab im Walde eine technische Übung ab. Die Dienststellen des Roten Kreuz Brunn am Gebirge, Kaltenleutgeben, Mödling und Perchtoldsdorf nahmen mit 20 Einsatzkräften teil.
Das erste Rettungsfahrzeug wurde um 18:33 mit der Alarmierung "Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten" zum Unfallort bei der Wiener Hütte entsannt. 3 Minuten später bot sich bei Eintreffen der Mannschaft folgendes Bild:
Beim Abschleppen einer Baumaschine mit einem Lkw, kam es zu einem tragischen Verkehrsunfall mit einer Hochzeitsgesellschaft. Neben dem Lkw und dem Bagger waren weitere 5 Pkws und ein Moped in den Unfall verwickelt. Dabei geriet ein Pkw in Brand, in den weiteren Fahrzeugen wurden zahlreiche Personen teils schwer verletzt und eingeklemmt. Bewusst eine überzeichnete Übungsannahme, um für die zahlreichen Feuerwehr- und Rettungskräfte ein herausforderndes Szenario zu bieten.
Das Rettungsteam holte sich beim Einsatzleiter der Feuerwehr die Informationen über das Unfallgeschehen und die Anzahl der Verletzten. Während die Feuerwehr den Löschangriff, die Sicherung der Fahrzeuge und die Befreiung der Insassen vornahm, wurde von den Sanitätern mit dem Aufbau der San-Hist (Sanitätshilfsstelle) begonnen.
In den nächsten 15 Minuten trafen weitere 4 Rettungstransportwagen, 1 Notarztwagen und 1 Notarzteinsatzfahrzeug am Unfallort ein. Der Notarzt machte sich ein Bild von den Verletzten und wies sie, je nach schwere der Verletzung, den entsprechenden Behandlungsräumen zu. Diese liegen außerhalb der Unfallstelle und dienen zur weiteren Versorgung der Patienten.
Zeitgleich wurde das gemeinsame Vorgehen mit der Feuerwehr zur Rettung der Personen aus den Wracks koordiniert. Die Rettungsteams bereiteten die Patienten auf die Befreiungsmaßnahmen vor, die zum Teil mit hydraulischen Rettungssätzen vorgenommen wurden.
Besonders herausfordernd für die Sanitäter waren ein Fahrer dessen Bauch von einem Eisenrohr durchbohrt wurde, eine Mopedlenkerin die unter einem LKW lag und eine verzweifelte Mutter mit Verbrennungen, deren Baby im brennenden Auto verstarb.
Nach nur einer Stunde waren alle Patienten aus den Wracks gerettet und versorgt worden und unterwegs zu den umliegenden Spitälern.
Bei der anschließenden Verpflegung in der Feuerwehr Kaltenleutgeben wurde die Leistung der Feuerwehr und des Roten Kreuz von Bgm. Ing. Josef Graf und Vize-Bgm. Peter Fuchs gelobt. Bezirkstellenleiter Werner Machacek und AFkdt.-Stv. ABI Thomas Kaltenecker gratulierten den Teilnehmern zum gelungen Ablauf der Übung.
Für unsere 20 SanitäterInnen war diese Übung nicht nur herausfordernd (Kälte und Dunkelheit erschwerten das Arbeiten), es wurde auch erstmalig ein Coaching-System bei einer Übung eingesetzt. Somit gab es nicht nur Erfahrungswerte aus der Beobachtung der Übung, sondern die Beobachter hatten gleichzeitig auch die Aufgabe, die Ihnen zugeteilten Bereiche / Personen falls notwendig zu unterstützen und anzuleiten. Dieser Versuch zeigte sich als sehr wirkungsvoll und wird mit einigen Adaptierungen in die Übungen der Zukunft Einzug finden.
Großes Lob gebührt Andreas Benesch von der Feuerwehr Kaltenleutgeben, für das perfekt ausgearbeitete Szenario. Ebenso gebührt natürlich Ausbildungsleiter Peter Weigl für die Organisation der RK-Kräfte und Martin Pieler und seinem Team für die wie immer herausragend geschminkten Verwundeten besonderer Dank.
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