05.07.2012

Raus aus dem Lehrsaal – rein ins Outdoor Training!

Der Fortbildungsschwerpunkt des Roten Kreuzes in Lilienfeld stand in den letzten Tagen ganz im Zeichen der praxisnahen Versorgung von schwerverletzten Personen.

Das Ausbildungs- und Realistikteam der Bezirksstelle Lilienfeld gestaltete das den ersten Teil des Traumatrainings für Rettungs- und Notfallsanitäter am ehemaligen Sägewerksgelände in Lilienfeld.

Das schweißtreibende Arbeiten in der Nacht war geprägt von Rettungsaktionen und Versorgungen von schwerverletzten Patienten auf Schutthalden, am Traisenufer und in Kraftfahrzeugen.   

 

Bei sommerlicher Hitze fand der zweite Teil am Festgelände in Hohenberg  statt.
Die Schwerpunkte hier lagen auf dem Algorithmen basierten Arbeiten, Traumatologische Notfälle, Unfallmechanik, Notarztassistenz und vor allem das Praktisches Training. Letzteres konnte auch hier bis ins Detail an „geschminkten“ Patienten bei einem Motorradunfall, nach einem Sturz aus großer Höhe und nach einem Unfall bei Holzarbeiten geübt werden.

Auch der neue Notarztwagen bot eine realitätsnahe Kulisse und „beengte“ die Übenden bei der Reanimation und bei der Assistenz von notärztlichen Maßnahmen (z.B. Thoraxdrainage, Legen von venöser Zugang, Bereitung von Medikamenten).

 

Kommentar von Ausbildungsleiter Martin Steinacher zum Nachttraining in Lilienfeld:
„Mir ist es wichtig, dass unsere Sanitäter so praxisnahe wie möglich üben können, um im Einsatzfall auf bereits gemachte Erfahrungen zurückgreifen zu können. Natürlich ist die Theorie im Lehrsaal sehr wichtig, denn hier kann man auf Unfallmechaniken usw. genauer eingehen oder neue Geräte vorzeigen die dann in der Praxis angewandt werden müssen.“

 

Kommentar von Lehrsanitäter Gerhard Kober zum Training in Hohenberg:
Das "Outdoor-Training" beübt nicht nur die Umweltfaktoren (Wetter, Gelände (Unebenheiten, schiefe Ebenen)), sondern auch das Arbeiten im Team, dass für einen erfolgreichen Einsatz essentiell ist. Der Lehrsaal ist für das Erlernen von "Basis-Handfertigkeiten" wie die Verwendung einer Schaufeltrage gut geeignet, liefert aber nicht die realitätsnahe Umgebung, die die Sanitäter im täglichen Dienst antreffen.

Ein herzliches Dankeschön für die Bereitstellung der Infrastruktur an die Freiwillige Feuerwehr Hohenberg, an den Musikverein Hohenberg und den Minigolfverein!