06.06.2017 11:49

"Nachbar in Not" für Menschen in Afrika

Dürre, Wassermangel, Lebensmittelknappheit: humanitären Hilfeleistung bestimmen über Leben und Tod.

"Nachbar in Not" für Menschen in Afrika

SPENDEN FÜR NACHBAR IN NOT

Aufgrund der dramatischen Entwicklungen in Nigeria, Südsudan, Äthiopien, Somalia, Kenia, Uganda und der Jemen, startet der ORF heute gemeinsam mit dem Roten Kreuz die Aktion "Nachbar in Not". Aufgrund langanhaltender Dürre liegt die Landwirtschaft brach und Tiere sterben - somit verliert die Bevölkerung jegliche Lebensgrundlage. Vertreibungen, Kriege, Unruhen und steigende Lebensmittelpreise vergrößern die Not. Millionen Menschen, darunter als Erste die Kinder, leiden unter akuter Mangelernährung. Allein 1,4 Millionen Kinder sind dieses Jahr am Horn von Afrika vom Hungertod bedroht. Es besteht dringender Bedarf an humanitärer Hilfe.

"Allein in Uganda kommen Tag für Tag bis zu 5.000 Menschen an, die vor Hunger und Krieg aus dem Südsudan fliehen. Die meisten von ihnen sind Frauen und Kinder", sagt Michael Opriesnig, stellvertretender Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes und Vorstandsvorsitzender von "Nachbar in Not". Opriesnig ist Ende Mai aus Uganda zurückgekommen, wo er mit den Experten vor Ort die weiteren Hilfsmaßnahmen geplant hat. Ein Video von diesem Besuch sehen Sie hier.

"Das Rote Kreuz bereitet täglich 600.000 Liter Trinkwasser für die Flüchtlinge auf. Wir rechnen damit, dass im Laufe der kommenden Wochen und Monate noch Tausende weitere Menschen nach Uganda flüchten. Wir müssen also unsere Hilfe dringend aufstocken." Sissy Mayerhoffer, Leiterin des ORF-Humanitarian Broadcasting, ergänzt: "Jede Spende aus Österreich hilft den ,Nachbar in Not'-Hilfsorganisationen, die lebensrettenden Verteilungen von Nahrungsmitteln und Trinkwasser aufrechtzuerhalten und zu intensivieren."

Die Lage in den betroffenen afrikanischen Ländern und im Jemen wird sich in den kommenden Monaten noch rapide verschlechtern. Steigende Lebensmittelpreise, eine zunehmende Unsicherheit als Folge und der eingeschränkte humanitäre Zugang verstärken die Krise. Doch die "Nachbar in Not"-Hilfsorganisationen sind dank ihrer internationalen Partnerorganisationen mit vielen Projekten in den Krisenregionen. Es geht vor allem um Nahrungsmittelverteilung - darunter Programme für Kinder unter fünf Jahren, die Spezialnahrung brauchen -, langfristige Wasserversorgung durch Wiederherstellung von Brunnen in den Flüchtlingscamps und Bau von Latrinen, medizinische Versorgung und Hygienemaßnahmen. Auch landwirtschaftliche Kurse und der Zugang zu Bildung werden von "Nachbar in Not" unterstützt.

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