13.11.2017 09:22

Erdbeben zwischen Iran und Irak

Hunderte Tote bei Erdbeben an der Grenze zwischen Iran und Irak. Roter Halbmond hilft vor Ort.

Erdbeben zwischen Iran und Irak
Das Erdbeben hat Hunderte Menschen getötet. ©IRCS

SPENDEN FÜR DIE ERDBEBENOPFER

Die gebirgige und dünn besiedelte Gegend an der Grenze zwischen den beiden Ländern Iran und Irak bebte am 12. November so stark, dass Behörden von mehr als 300 Toten und 2500 Verletzten ausgehen. Da der Erdstoß um 21.20 Uhr eintraf, waren die meisten Menschen zu Hause. Am stärksten traf es die Gegend rund 30 Kilometer südwestlich der Stadt Halabdscha im Nordosten des Irak. Das Beben wurde in einer Tiefe von 25 Kilometern registriert und war auch in Bagdad und im Osten der Türkei zu spüren. Im Iran wurde vor allem die Provinz Kermanschah getroffen. Besonders verheerend waren die Folgen in Sarpol-e Sahab, wo allein 142 Tote zu beklagen waren.

Zusätzliche Erdrutsche machten es den Helfern sehr schwer zu den Verletzten zu kommen, weil ganze Straßen abgeschnitten sind. Der Iranische Rote Halbmond hat 174 Rettungs- und Suchhundeteams in die betroffene Region entsandt, die die medizinische Versorgung sicherstellen, 17.000 Decken, 7000 Zelte und andere dringend benötigte Hilfsgüter verteilen.

"Die Situation ist dramatisch und teilweise noch unübersichtlich, aber nach derzeitigem Wissensstand erscheint die Anforderung internationaler Unterstützung eher unwahrscheinlich", sagt Hajek. "Was nun zählt ist rasche Hilfe, da nach 72 Stunden die Überlebenswahrscheinlichkeit von Verschütteten drastisch sinkt."

Die bergige Grenzregion zwischen dem Iran und dem Irak wird regelmäßig von Erdbeben erschüttert. Im Nordiran kamen bei einem Erdbeben der Stärke 7,4 im Jahr 1990 rund 40.000 Menschen ums Leben. 300.000 wurden verletzt, eine halbe Million Menschen wurde obdachlos. 2003 erschütterte ein Erdstoß die historische Stadt Bam im Südosten des Iran. Dabei kamen mindestens 31.000 Menschen ums Leben. Auch 2005 und 2012 kam es im Iran zu schweren Beben mit Hunderten Toten.

(ÖRK/APA)

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