07.05.2018 14:37

Wasser für Syrien

Hilfe bei Wiederaufbau: Wasserexperten erschließen Quelle bei Damaskus

Wasser für Syrien
Gerald Schöpfer und Khaled Hboubati freuen sich über die biliterale Kooperation

Der Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes, Gerald Schöpfer, und der Präsident des Syrisch Arabischen Roten Halbmondes, Khaled Hboubati, haben am Montag in Wien eine bilaterale Kooperation beschlossen. In einem ersten Projekt, das im Herbst startet und 18 Monate dauert, wird eine Quelle in Bassimeh wieder erschlossen und Instand gesetzt, die zur Wasserversorgung von Damaskus beiträgt. Das Projektgebiet liegt in den Bergen etwa 20 Kilometer nordwestlich der syrischen Hauptstadt. Das Österreichische Rote Kreuz finanziert das Projekt mit 500.000 Euro aus Mitteln von Nachbar in Not und wird immer wieder mit Experten vor Ort sein. 

 

Notwendige Hilfe im achten Jahr des Konflikts

 

„Wir freuen uns über die Zusammenarbeit und hoffen, dass aus diesem vielversprechenden Anfang eine längere Partnerschaft wird“, sagt Schöpfer. „Die notleidenden Menschen in Syrien brauchen nach wie vor unsere Hilfe.“ Der Syrisch Arabische Rote Halbmond bedankt sich für die Unterstützung. „Mit dieser Hilfe können wir im achten Jahr des Konflikts notwendige Schritte im Wiederaufbau leisten“, sagt Khaled Hboubati. „Die humanitäre Lage im Land ist zum Teil weiter katastrophal. Unser spezielles Augenmerk gehört neben der Nothilfe aber heute auch den Rückkehrern und wie wir sie innerhalb unseres humanitären Mandats am besten unterstützen können.“

 

Immer wieder Freiwillige zu beklagen

 

Der Syrisch Arabisch Rote Halbmond hilft unabhängig, neutral und unparteilich im ganzen Land und versorgt in Partnerschaft mit anderen Hilfsorganisationen jedes Monat mehr als fünf Millionen Menschen. „Leider hatten wir seit Kriegsbeginn 64 Todesopfer von Freiwilligen und Angestellten zu beklagen“, sagt Hboubati. „Freiwillige sind die eigentlichen Stützen unserer Arbeit.“ 

 

13 Millionen Menschen brauchen Hilfe

 

Derzeit sind mehr als 13 Millionen Menschen in Syrien auf humanitäre Hilfe angewiesen. Es gibt mehr als sechs Millionen Vertriebene im Land und mehr als fünf Millionen registrierte syrische Flüchtlinge. Immer mehr Menschen kehren nach Syrien zurück: Aber auf jeden Rückkehrer kommen ungefähr drei erneut Vertriebene.

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