12.07.2017 16:41

Notarztwesen neu & Umstellung Notarzteinsatzfahrzeug: Rotes Kreuz zieht positive Bilanz

Der 1. Juli 2017 markiert für das Rote Kreuz Niederösterreich einen Meilenstein: mit diesem Datum ist die Umstellung von Notarztwagen (NAW) auf Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) abgeschlossen und außerdem kommt der mit Jahresende unterschriebene Vertrag zum neuen Notarztwesen nun voll zum Tragen. Denn mit diesem Stichtag werden vom Roten Kreuz Niederösterreich 17 der insgesamt 32 Notarztstandorte mit Ärzten besetzt.

Notarztwesen neu & Umstellung Notarzteinsatzfahrzeug: Rotes Kreuz zieht positive Bilanz

„Beide Umstellungen – auf das Notarztwesen neu sowie der Tausch von NAWs auf NEFs – wurde entsprechend unserem Zeitplan mit 30. Juni 2017 erfolgreich abgeschlossen“, erklärt Josef Schmoll, Präsident des Roten Kreuzes Niederösterreich. „Damit haben wir einen wichtigen Schritt in die Zukunft gemacht. Das für uns aber wichtigste Thema ist und bleibt: die Versorgungssicherheit für die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher. Was für uns zählt ist der Mensch.“

 

„Mit 1. Juli haben wir rund 270 Notärzte, die an den von uns zu planenden 17 Notarztstandorten gebraucht werden, im Einsatz. Diese Ärzte sind zum Teil freiberufliche Ärzte, Wahlärzte oder arbeiten bei Krankenhausbetreibern wie der NÖ-Landesklinikenholding und sind im Rahmen des Notarztwesens freiberuflich für das Rote Kreuz Niederösterreich tätig“, erläutert Notärztekoodinator Dr. Christoph Rötzer, Rotes Kreuz Niederösterreich.

 

„Die Fahrzeuge selbst wurden seit Anfang 2016 kontinuierlich umgestellt, mit 1. Juli sind somit in ganz Niederösterreich ausschließlich Notarzteinsatzfahrzeuge im sogenannten Rendezvous-System mit Rettungswagen im Einsatz“, erläutert Landesrettungskommandant Werner Kraut, Rotes Kreuz Niederösterreich. „Das heißt, dass zu jedem gemeldeten Notfall das nächste NEF und der nächste Rettungswagen entsandt werden.“

 

Als letzte Notarztwagen-Standorte wurden nun auch St. Pölten, Mödling und Krems mit dem kleineren, wendigen Fahrzeug ausgestattet. „Auch diese Umstellung konnte planmäßig abgeschlossen werden“, meint Schmoll. „Was jetzt noch bleibt sind die Umstellung einzelner älterer NEFs auf die neuen Fahrzeuge und kleinere Materialanpassungen, die je nach Notwendigkeit durchgeführt werden.“ 

Das Rote Kreuz war von Beginn an mit dem Aufbau und der Weiterentwicklung des Notarztwesens in Österreich befasst. Es hat gerade auch mit der Umstellung auf das NEF der europäischen Entwicklung Rechnung getragen, sowie die Qualität des Rettungsdienstes damit weiter angehoben. Ein beachtlicher Teil unserer Notfallsanitäter wird dabei von freiwilligen Mitarbeitern gestellt.

 

Beim NEF handelt es sich um einen PKW mit Sondersignaleinrichtung (Blaulicht und Folgetonhorn), der von einem/r Notfallsanitäter/in gelenkt und mit eine/m/r Notarzt/ärztin besetzt ist. Die für die Patientenversorgung notwendigen Materialien und Geräte werden mitgeführt.

 

Das NEF-Team übernimmt Diagnosestellung und Erstversorgung an den Patient/innen. Im Einsatz arbeitet das NEF-Team auch immer mit einem klassischen Rettungswagen zusammen. Zum einen unterstützt die Rettungsmannschaft das NEF-Team, zum anderen übernimmt sie erforderlichenfalls den Transport der Patient/inn/en, weil das mit dem NEF ja nicht möglich ist. Wenn notwendig begleitet der Notarzt / die Notärztin auch den Transport im Rettungswagen, sonst ist das NEF sofort wieder frei für andere Einsätze. In dieser Flexibilität liegt auch der Hauptvorteil des NEF-Systems.

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