Henry Dunant-young

Die Gründung des Roten Kreuzes als Organisation geht auf den Kaufmann Henry Dunant (*1828, †1910) zurück. 1859 kam er nach der Schlacht bei Solferino zufällig auf den Kriegsschauplatz und sah, dass tausende Soldaten verletzt und sterbend zurückgelassen wurden. Er organisierte Hilfe für die Verwundeten ohne Unterschied auf die nationale Herkunft. Durch ihn und seine Mitstreiter kamen 1864 die Genfer Konventionen zustande.

 

Bereits vor der Schlacht von Solferino wurde am 28. April 1859 in Wien der „Patriotische Hilfsverein während der Kriegsdauer“ gegründet. Wie schon der Name sagt, sollte die Hilfe lediglich den eigenen Soldaten und nur auf Kriegsdauer zugutekommen. Mit Beginn des Feld­zuges gegen Preußen am 18. Juni 1866 konstituierte sich der Verein neuerlich, konnte allerdings seine Dienste nicht ausüben, da Preußen bereits das Genfer Abkommen unterzeichnet hatte und die Lieferung der Hilfsgüter ins Kriegsgebiet untersagt wurde.

 

Die vernichtende Niederlage der k.k. Armee, die enorme Anzahl von Toten und Verwundeten erforderte eine tatkräftige Hilfe über das Kriegsende hinaus und es kam diesmal nicht zur Auflösung des Vereins. Am 21. Juli 1866 trat die Monarchie dem Abkommen und damit dem Roten Kreuz bei. 1867 erklärte Kaiser Franz Joseph I. den patriotischen Hilfsverein zu einer permanenten Einrichtung, der fortan die Bezeichnung „Österreichischer Patriotische Hilfsverein für verwundete Krieger – Militärwitwen und -Waisen“ trug.

historisches RK Logo

Die Anfänge der „freiwilligen Hilfe“ in und um Groß-Enzersdorf führen bis in das Jahr 1867 zurück.  Damals wurden in der österreichisch-ungarischen Monarchie über Befehl von Kaiser Franz-Josef in allen größeren Orten „Patriotische Hilfsvereine“ gegründet. Aufgabe dieses Vereins war in Kriegszeiten verwundete österreichische Soldaten zu pflegen, für Kriegsopfer zu sorgen und sich um Witwen und Waisen zu kümmern. Waren der Krieg und die schlimmsten Nachwirkungen vorbei, wurde dieser Verein wieder aufgelöst. Im Kriegszug 1866 gegen Preußen konnte der Hilfsverein seine Dienste nicht ausüben, da Preußen bereits das Genfer Abkommen unterschrieben hatte. Kaiser Franz Joseph I. erklärte den patriotischen Hilfsverein zu einer permanenten Einrichtung. Gleichzeitig nahm der Verein den Namen „Landeshilfsverein vom Rothen Kreuze für Niederösterreich" an. Bald folgten andere Landesvereine, sodass im Jahre 1880 die „Österreichische Gesellschaft vom Rothen Kreuze" gegründet werden konnte.

Groß-Enzersdorfer Rettungskutsche (historisch)
Groß-Enzersdorfer Rettungskutsche

In den Kriegsjahren 1914 bis 1918 (1. Weltkrieg) befanden sich am Kirchenplatz 12 und in der Kaiser Franz Josef Strasse 4  sogenannte „Marodenhäuser“ (damaliger Begriff für Militär­kranken­häuser). Dort wurden die Verwundeten von den Schwestern und freiwilligen Helfern des patriotischen Hilfs­vereins gepflegt.  Aus eben diesem ging nach Ende des Ersten Welt­krieges das Rote Kreuz Groß-Enzersdorf hervor. 1938 erfolgte die Ein­gliederung in das Deutsche Rote Kreuz. Die damalige Rotkreuz-Stelle befand sich am Kirchenplatz 2.

Rotkreuz-Helfer vor Rettungswagen (historisch)
Rotkreuz-Helfer vor Rettungswagen

In den letzten Kriegstagen des Jahres 1945 wurden die letzten vorhandenen Rettungsautos verschleppt. Diese Notsituation wurde durch die Sprengung der Donaubrücken noch verschärft. Dadurch waren die nächstgelegenen Wiener Krankenhäuser für das Groß-Enzersdorfer Rote Kreuz nicht mehr erreichbar.

Der damalige Gemeindearzt Dr. Anton Krabichler errichtete in dieser Notlage in Groß-Enzersdorf, Elisabethstraße 7 ein Notspital. Dabei wurde er tatkräftig von den Schwestern und Sanitätern des Roten Kreuzes unterstützt.

Neuer Rotkreuz Wagen - Skoda (historisch)
Rotkreuz-Wagen der Marke Skoda

In diese Zeit fällt auch die Neugründung der Rotkreuz-Bezirksstelle Groß-Enzersdorf. Als erster Krankentransportwagen, wurde ein geschenkter englischer Militärkraftwagen eingesetzt. 1953 wurde ein zusätzlicher Skoda-Rettungswagen angeschafft.

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Weihung eines neuen Rettungsautos
Weihung eines neuen Rettungsautos

 

 

Rotkreuz-Mitarbeiter (historisch)
Rotkreuz-Mitarbeiter

In der Zeit zwischen 1959 und 1991 leitete Oberrettungsrat Johann Donner die Bezirksstelle. Während dieser Zeit wurde das Rote Kreuz Groß-Enzersdorf in seiner heutigen Form etabliert.

RK Mitarbeiter vor Fahrzeugen (historisch)

Garage in der Mühlleitner Str. 1

Unser Einsatzgebiet:

Einsatzgebiet RK Gr. Enzersdorf
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