25.09.2010

Gelungene Schlossbergübung

Rezept des Jahres:

Ein Berg, eine Ruine, 30 Verletztendarsteller, 70 Feuerwehrleute und 68 Sanitäter des Roten Kreuzes. Alles in einer Übung - Schlossberg 2010!

Am Freitag, den 24. September 2010, nach langer Planung und Ausarbeitung durch Koll. Dietmar Rusch, war es endlich so weit. Im Zuge der bevorstehenden Landesausstellung 2011, entschloss man sich ein "Worst Case" Szenario am Schlossberg zu üben.  Übungsannahme war eine Massenattacke von Hornissen, ausgelöst von spielenden Kindern. In der darauf folgenden Massenpanik stürzten Personen im steilen Gelände ab, eine Gasflasche kippte in einen Griller und explodierte.

 

4 Mitarbeiter der Realistischen Notfalldarstellung arbeiteten stundenlang daran die rund 30 Darsteller zu dem zu machen, was die Übungsannahme eranhnen lies. Verbrannte Arme und Gesichter, abgetrennte Gliedmaßen, Pfählungen und eröffnete Körperhöhlen sowie offene Knochenbrüche, Schürfwunden und jede Menge Insektenstiche.

 

Um ca. 18 Uhr wurde das erste Fahrzeug zur Schlossberg 2010 alarmiert, und machte sich auf den Weg zum "Gipfel". Als sie oben ankamen erlebten sie ihr blaues Wunder als ihnen klar wurde, dass ein Einsatz mit rund 30 "Verwundeten" bevorsteht. Unverzüglich begann man mit dem Sondieren der Darsteller. Alle die Dringend geborgen werden mussten, wurden mit orangen Kärtchen (PLS-Patienten Leit System) markiert. Als die bereits nachgeforderten Kräfte der Feuerwehr und des Roten Kreuzes am Fuße des Berges ankamen, begannen diese sofort mit der Errichtung einer Zeltstadt im kleinem Stil. Mittels Feuerwehr-Unimog wurde Material und Personal nach oben geschafft. Am Berg oben, musste die Feuerwehr unter Zuhilfenahme ihrer Atemschutzgeräte in den Tunnels nach Verletzten suchen und auch einen Brandherd löschen. Als die Maschienerie in vollem Gang war, wurden die Verletzen mit dem Unimog und einem RK Fahrzeug nach unten zu den Behandlungszelten transportiert, wo sie dann schließlich versorgt und für den Abtransport fertig gemacht wurden.

 

Gute Arbeit leisteten auch die Mitglieder (Vierbeiner und Zweibeiner) der Suchhundestaffel. Innerhalb kürzester Zeit wurden alle vermissten Personen von den Hunden gefunden und verbellt. Dies zeigte das sich das harte Training mit den haarigen Helfern lohnte.

 

Grundsätzlich war die Übung erfolgreich, so zeigte sie aber auch allen Beteiligten, dass es noch ein paar Punkte gibt an denen gearbeitet werden muss und wird.

Hätten sich der Kommandant und sein Stellvertreter der FF Hainburg nicht dazu entschieden eine Unterabschnittsübung daraus zu machen, wäre dieses Szenario nicht zu bewältigen gewesen. Danke.

 

Das Rote Kreuz Hainburg bedankt sich nochmals recht herzlich bei allen Figuranten, der FF Hainburg sowie den anderen Feuerwehren und den zahlreich erschienenen Rot Kreuz Kolleginnen und Kollegen für die hervorragenden Zusammenarbeit, und hofft auch weiterhin auf diese.

Auch ein kräftiges DANKESCHÖN an die Mitarbeiter der Realistischen Notfalldarstellung.

 

Eingesetzte Kräfte:

Rotes Kreuz: Hainburg, Bruck an der Leitha, Götzendorf, Schwechat, Marchegg mit 68 Sanitäter(innen)

Feuerwehr: Hainburg, Hainburg ATW, Bad Deutsch Altenburg, Wolfsthal, Berg mit rund 70 Feuerwehrmännern(Frauen).

Figuranten: rund 30 furchtlose Personen aus der Bevölkerung die ihre Zeit für das Rote Kreuz opferten.

Realistische Notfalldarstellung: 4 Mitarbeiter(innen)

Sowie einige Mitarbeiter(innen) die im Anschluss für die Verpflegung aller Beteiligten sorgten.

Übungs-Ausarbeitung und Verantwortung: OZF Dietmar RUSCH (RK Hainburg)

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