Die Anfänge bis zum zweiten Weltkrieg:

1869 wird in Herzogenburg eine Freiwillige Feuerwehr ins Leben gerufen, in deren bereits eine „Rettungs- und Steigerabteilung“ angeführt wird.

Ab 1879 übernehmen die Feuerwehren allmählich den Rettungsdienst, eigene Sanitätsabteilungen entstehen innerhalb der Wehren, so 1889 in St. Pölten und 1893 in Herzogenburg. Die Sanitäter tragen Armbinden mit dem Roten Kreuz und besorgen mit ihren Pferdewagen Erste Hilfe Transporte und den örtlichen Krankentransportdienst.


1895 wird ein neuer Feuerwehrmannschaftswagen mit einer Tragbahre ausgestattet. 1906 und  1911 werden zwei ausschließliche Sanitätswagen angeschafft, die sich beide bis ca. 1930 in Verwendung befunden haben.


1926 wird das erste Sanitätskraftfahrzeug  angeschafft. 1929 zählt die Rettungsabteilung 17 geprüfte Rettungsmänner, von welchen sechs auch im Kraftwagendienst geschult sind.

Die unklare Situation Feuerwehr – Rotes Kreuz wird im Jahre 1933 bereinigt. Laut einer Generalvereinbarung zwischen dem Landesverein vom Roten Kreuz und dem Landes-Feuerwehrverband tritt die Sanitätsstaffel im Rahmen der Organisation des Roten Kreuzes auf, doch erst 1952 kommt es zur endgültigen Lösung des Rettungswesens von der Feuerwehr.

1938 muss der Landesverein seine Tätigkeit einstellen. Im Jahre 1940 wird das Rettungswesen dem „Deutschen Roten Kreuz“ übertragen. Die Sanitätstransporte übernehmen die Daheimgebliebenen. Vor allem in den letzten Monaten des Krieges gibt es für die Helfer vom Roten Kreuz  viele schwierige Einsätze zu bewältigen.

Nachkriegszeit bis Gegenwart:

Nach dem Kriegsende ist es eines der wichtigsten Ziele, wieder ein funktionierendes Rettungs- und Krankentransportsystem aufzubauen. Mit Hilfe des kommunistischen Bürgermeisters gelingt es mehrere Rettungsfahrzeuge aus der amerikanischen Besatzungszone anzuschaffen.

 

1956 führt man schließlich mit den VW-Bussen eine neue Generation von Rettungswägen ein, deren neueste Modelle noch immer im Einsatz sind.

 

1970 wird das neue Gebäude in der Kirchengasse gemeinsam mit der Feuerwehr bezogen.  Die Anforderungen an die Mitarbeiter des Roten Kreuzes werden durch die steigende Zahl an Ambulanzfahrten immer höher. Eine gewisse Entlastung bringen 1976 die ersten Zivildiener.

 

Im Oktober 1979 folgt die Gründung der Ortsstelle Oberwölbling. Die Mannschafft versieht seit damals  regelmäßig Dienst an den Wochenenden.

 

Am 21. Mai 1988 wird der Spatenstich für die neue Bezirksstelle in der Sankt Pöltner Straße vorgenommen, zwei Jahre später bezogen, aber erst am 28. April 1991 offiziell eröffnet. Die Bezirksstelle wird laufend ausgebaut und auf den neuesten Stand der Technik gebracht.

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