17.02.2017 10:00

Grenzüberschreitendes Netzwerktreffen

Mit der grenzüberschreitenden Regelungen im Rettungsdienst steht im Jahr 2017 die weitere Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen dem Rettungsdienst des Roten Kreuzes Niederösterreich und den benachbarten Regionen der Tschechischen Republik – Südböhmen, Südmähren und Vysočina im Vordergrund. Freitagnachmittag fand das erste große Netzwerktreffen der Rettungsorganisationen statt. „Es ist für uns alle wichtig, Schnittstellen klar zu definieren, die jeweiligen Ansprechpartner zu kennen und so einen optimalen Kommunikationsfluss zu ermöglichen“, erklärt Präsident Josef Schmoll, Rotes Kreuz Niederösterreich.

Grenzüberschreitendes Netzwerktreffen

Mit der Unterzeichnung der Verträge im Vorjahr erfolgte der Start einer noch intensiveren, grenzüberschreitenden Zusammenarbeit der Rettungsdienste gerade in den Grenzregionen. Aus diesem Anlass lud das Rote Kreuz Niederösterreich die Entscheidungsträger der Nachbar-Organisationen zu einem Netzwerktreffen ein. Ziel war neben einem gegenseitigen Kennenlernen der wichtigsten Ansprechpartner vor allem auch eine Präsentation der Strukturen und Schwerpunkte der unterschiedlichen Organisationen sowie die Möglichkeit der Zusammenarbeit bei Großschadensereignissen und im Katastrophenfall.

 

„Katastrophen enden nicht an Staatsgrenzen“, meinte Schmoll bei seinen einleitenden Worten. „Eine gute Zusammenarbeit ist für uns alle gerade bei kritischen oder auch langfristigen Einsätzen wie bei Katastrophen sehr wichtig. Das hat sich bereits in den vergangenen Jahren beispielsweise bei Hochwasserkatastrophen gezeigt. Mit der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit auch bei tagtäglichen Rettungseinsätzen ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung gesetzt worden. Nun heißt es für uns vor allem auch, die Kontakte zu pflegen und weiter auszubauen.“

 

Großes Interesse bestand bei diesem Informationsaustausch seitens der tschechischen Rettungskräfte an dem österreichischen Freiwilligenwesen im Rettungsdienst, das in dieser Form in den Nachbarregionen nicht vorhanden ist. Im Gegensatz dazu baut das Rote Kreuz Niederösterreich sehr stark auf Freiwillige Mitarbeiter/innen – allein im Rettungs- und Sanitätseinsatz sowie der Katastrophenvorsorge sind mehr als 10.900 Freiwillige tätig.

 

Die Wichtigkeit des Netzwerktreffen zeigte sich aber vor allem auch an der Gästeliste: So freuten sich Präsident Josef Schmoll, Landesrettungskommandant-Stv. Johann Kaufmann und Landesgeschäftsführer Peter Kaiser unter anderem MUDr. Petra Zámečníková und MUDr. Jiří Škopek      von der Rettungsorganisation in der Region Südböhmen, Direktorin Ing. Vladislava Filová und den Medizinischen Direktor MUDr. Petr Novotný der Rettungsorganisation aus Vysočina sowie die Medizinische Direktorin MUDr. Hana Albrechtová und die stellvertretende Direktorin MUDr. Jana Kubalová für Katastrophenvorsorge und Ausbildung der Südmährischen Rettung begrüßen zu dürfen.

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