10.04.2017 12:49

FIRE & RESCUE Trainingday bereitet Feuerwehr und Rettungsdienst auf den Ernstfall vor

Mit einem komplexen Übungsprogramm schult das Rote Kreuz gemeinsam mit der Feuerwehr angehende NotfallsanitäterInnen

FIRE & RESCUE Trainingday bereitet Feuerwehr und Rettungsdienst auf den Ernstfall vor
(C) Rotes Kreuz Bruck/Leitha: JollySchwarz.com
(C) Rotes Kreuz Bruck/Leitha: Lorenzo Toth
(C) Rotes Kreuz Bruck/Leitha: JollySchwarz.com
(C) Rotes Kreuz Bruck/Leitha: JollySchwarz.com

Betriebsunfälle im Rahmen von Holzschneidearbeiten. Verkehrsunfälle sowie Personen unter Wasser und die Behandlung von Kindern- und Säuglingen in kritischem Zustand bildeten die Eckpfeiler eines großangelegten Trainingstages für Feuerwehr und Rotes Kreuz. Rund 100 Mitarbeiter/innen von Rotem Kreuz und Feuerwehr stellten bei der groß angelegten Übung im Bezirk Bruck an der Leitha ihr Können unter Beweis.

 

Im Rahmen eines Stationsbetriebs waren viele Verletzte und betroffene Personen zu versorgen. Ein besonderes Augenmerk des FIRE & RESCUE Trainingday im Großraum Himberg/Pellendorf lag aber auch in der organisationübergreifenden Zusammenarbeit. Ein wesentliches Übungsziel war es, sowohl medizinische Versorgung, als auch die technischen Rettungsmaßnahmen zu trainieren“ sagt Rotkreuz Übungsleiter Stefan Kowatschek der auch als Ausbildner bei der Feuerwehr aktiv ist.

 

Personal des Rettungsdienstes finalisiert mit dem FIRE & RESCUE Trainingday die laufende Notfallsanitäterausbildung

 

Die teilnehmenden SanitäterInnen des Roten Kreuzes sind allesamt TeilnehmerInnen eines in Bruck an der Leitha veranstalteten Notfallsanitäterkurses. Für sie ist es der Abschluss einer mehrmonatigen theoretischen Ausbildung. Die intensive Ausbildung zum/r NotfallsanitäterIn baut auf der Berufsausbildung zum Rettungssanitäter auf und bereitet die MitarbeiterInnen auf eine Tätigkeit am Notarzteinsatzfahrzeug vor.

 

Zusammenarbeit zwischen Einsatzkräften ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor und muss laufend trainiert werden

 

Vor allem bei komplexen Einsatzlagen ist eine routinierte und optimal aufeinander abgestimmte Zusammenarbeit zwischen den Einsatzkräften ein wesentlicher Erfolgsfaktor. „Das Wichtigste für uns ist, dass diese Routinen, die es in allen Organisationen gibt, auch in der organisationsübergreifenden Zusammenarbeit reibungslos verlaufen“, meint Hauptbrandinspektor Harald Kellner, Kommandant der Feuerwehr Pellendorf. „In Niederösterreich halten wir regelmäßig ähnliche Übungen ab, damit die Abläufe bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gut sitzen – denn im Einsatzfall ist die Koordination vieler Menschen und die Zusammenarbeit unterschiedlichster Organisationen wesentlich“, so Kellner weiter.

 

Nach der technischen Rettung bzw. medizinischen Erstversorgung wurden in den fordernden Szenarien auch Abtransporte – wie im richtigen Leben – organisiert, Patientendaten dokumentiert und Notarzt- und Rettungsfahrzeugen koordiniert und zugeteilt, um so auf die Krankenhäuser aufgeteilt zu werden. Erst als alle „Patienten“ versorgt und transportbereit waren, war die Übungslektion an der jeweiligen Station beendet. Wichtig dabei war aber auch, dass die Übung möglichst realistisch abgehalten wurde. Daher hat das Rote Kreuz eigene „Schminker“ – sogenannte Realistiker“ im Einsatz, die dafür sorgen, dass die Verletzungen möglichst lebensecht wirken.

 

KEYFACTS FIRE AND RESCUE TRAININGDAY



4 Szenarios im Stations-/Rotationsbetrieb

 


Teilnehmende Kräfte vom Roten Kreuz:
6 SanitäterInnen mit 2 Fahrzeugen Bezirksstelle Bruck/Leitha
2 SanitäterInnen mit 1 Fahrzeug Bezirksstelle Brunn am Gebirge
2 SanitäterInnen mit 1 Fahrzeug Bezirksstelle Götzendorf
3 SanitäterInnen mit 1 Fahrzeug Bezirksstelle Mödling
2 SanitäterInnen mit 1 Fahrzeug Bezirksstelle Schwechat
4 LehrsanitäterInnen
4 Praxisanleiter
4 Notärzte
6 Figuranten
5 Mitglieder der Realistischen Notfalldarstellung
5 Mitglieder für die Presse- und VIP-Betreuung
4 Mitglieder in der Übungsleitstelle

 


Teilnehmende Kräfte der Feuerwehr

 


SRF Himberg
KLF Himberg
TLFA Pellendorf
TLFA Velm
KLF Zwölfaxing
KRF-B Pellendorf
75 MitarbeiterInnen der Freiwilligen Feuerwehren Pellendorf, Himberg, Velm, Zwölfaxing.

 

In Summe sind bei der Übung somit 122 Übungsteilnehmer vom Roten Kreuz und Feuerwehr mit rund 15 Fahrzeugen 6 Verletztendarstellerinnen und -darsteller bei der Übung dabei.

socialshareprivacy info icon