26.04.2017 15:13

Der erste SOZIAL.laden des Roten Kreuzes in Niederösterreich hat in Baden eröffnet.

Mit der Erfahrung von mittlerweile acht Jahren Team Österreich Tafel hat die Bezirksstelle Baden nun einen weiteren Schritt in der Unterstützung armer und armutsgefährdeter Menschen getan. Am 25. April öffnete in der Wassergasse in Baden der erste SOZIAL.laden in Niederösterreich seine Tore. Ziel ist es, Lebensmittel und Waren des täglichen Gebrauchs zu einem günstigen Preis zur Verfügung zu stellen um jene, die es benötigen, nachhaltig zu unterstützen.

Der erste SOZIAL.laden des Roten Kreuzes in Niederösterreich hat in Baden eröffnet.

In Anwesenheit zahlreicher Festgäste der Stadt Baden  und des Bezirks, des Landes Niederösterreich und des Roten Kreuzes wurde am 25 April nach umfangreicher Planung und Vorarbeit der erste niederösterreichische SOZIAL.laden des Roten Kreuzes eröffnet. „Auch wenn Österreich ein reiches Land ist, so gibt es leider doch eine große Zahl von Mensch, die an oder unter der Armutsgrenze leben müssen“, so Bezirksstelleleiter Gernot Grünwald in seiner Rede, „und die durch den SOZIAL.laden Hilfe in einer neuen Form erhalten.“

 

Das Rote Kreuz in Baden war schon mehrmals richtungsweisend. 2009 wurde an der Bezirksstelle Baden die erste Team Österreich Tafel eingerichtet, die mittlerweile jeden Samstag bis zu 100 Familien versorgt. 2013 öffnete der erste Henry Laden Niederösterreichs in Baden, der seit damals zu einem Zentrum des sozialen Einkaufens in Baden geworden ist und 2017 setzt die Bezirksstelle mit dem SOZIAL.laden wieder ein Zeichen.

 

„Als die führende humanitäre Hilfsorganisation Österreichs aber auch global, übernehmen wir Verantwortung, wenn es notwendig ist“, sagte Bezirksstellenleiter Grünwald weiter in seiner Rede, „ und ich bin dankbar, dass es in unserer Organisation so viele gibt, die das ebenso sehen und die durch ihre Mitarbeit erst den SOZIAL.laden ermöglicht haben.“  Ein besonderes Glück dabei war der Standortwechsel einer SPAR-Filiale, die dem Roten Kreuz Regale und andere Gegenstände aus dem Markt überlassen haben. Aber der SOZIAL.laden funktioniert nur dank der rund 20 bis 30 großen und kleinen Händler aus Baden und der Umgebung, die uns ihre Waren zur Verfügung stellen.

Es kann aber auch jeder selbst etwas dazu beitragen, das Zauberwort heißt „Öffentlicher Kühlschrank“. Fast jeder hat schon das eine oder andere mal zu viel eingekauft, und letztendlich landet das Meiste im Müll. Jeder, der originalverpackte Waren zu Haus hat, die er nicht benötigt, kann sie in den SOZIAL.laden bringen. Der SOZIAL.laden bietet dann diese Lebensmittel und Dinge des täglichen Gebrauchs an, deutlich unter dem Preis, den man in Supermärkten und Geschäften zu zahlen hat. Um aber die Waren wirklich jenen zukommen zu lassen, die sie auch benötigen, ist für den Einkauf eine Berechtigung notwendig, gekoppelt an die Einkünfte. Informationen dazu erhalten Sie an der Dienststelle und bei der Gemeinde.

 

Tafel, Henry Laden und auch der SOZIAL.laden sind nur ein Teil eines umfangreichen Angebotes des Roten Kreuzes im Bereich der Gesundheits- und sozialen Dienste (GSD). Das Rote Kreuz ist bemüht auch nachhaltig und längerfristig zu helfen, beispielsweise durch die mittelfristige Sozialbegleitung, mit der Zielsetzung die Selbsthilfefähigkeit der Personen zu stärken und damit ihre persönliche Lebenssituation zu verbessern. Mit der Eröffnung des SOZIAL.ladens hat das Rote Kreuz bereits 60 (sechzig) Leistungsbereiche im GSD.

 

Nicht nur die Gäste, sondern auch die zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Roten Kreuzes, die zur Eröffnung gekommen waren, zeigten sich beeindruckt von dem, was in der Wassergasse entstanden ist. So bedankte sich Bezirksstellenleiter Gernot Grünwald bei allen, die das ermöglicht haben, sei es durch Know how, Inspiration, aber auch materiell. Eine große Hilfe bei der Umsetzung war die Landesverbandszentrale und last but not least die vielen, die zu bescheiden sind und nicht erwähnt werden wollen, aber die das Mission Statement des Roten Kreuzes auch in der Wassergasse verwirklicht haben:

Das Leben von Menschen in Not und sozial Schwachen durch die Kraft der Menschlichkeit verbessern.

 

RÜCKFRAGEHINWEIS:

Ulf Schillig

Österreichisches Rotes Kreuz; Bezirksstelle Baden

Gesundheits- und Soziale Dienste

T: +43/59144/52061

E: ulf.schillig@n.roteskreuz.at

W: www.roteskreuz.at

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