08.05.2017 10:46

Dankeschön für erfolgreiche Reanimation

Die Sanitäterinnen und Sanitäter vom Roten Kreuz Niederösterreich sind für jeden Notfall bestens ausgebildet. Eine Reanimation ist aber immer eine besondere Belastung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und endet leider nicht immer positiv. Umso erfreulicher ist es, wenn nach qualifizierter Erster Hilfe die Wiederbelebung erfolgreich durch-geführt werden kann, wie es im vergangenen November in Böheimkirchen bei Renate Palmetzhofer der Fall war. „Wenn ich heute ein Menschenleben gerettet habe, ist das mein schönstes Weihnachtsgeschenk“, sagte Ersthelfer und Rettungssanitäter Karl Hinterwallner noch am gleichen Tag.

Dankeschön für erfolgreiche Reanimation
Renate Palmetzhofer bedankt sich bei Ihrem Rotkreuz-Team.

Karl Hinterwallner – seit 44 Jahren beim Roten Kreuz sowohl als Sanitäter als auch in unterschiedlichen Funktionen in der Ortsstelle Böheimkirchen und der Bezirksstelle St. Pölten aktiv – besuchte am 3. November 2016 ein Begräbnis in Böheimkirchen, als ihn kurz vor 13:30 Uhr der Hilferuf des Bestatters ereilte. „Eine Frau war vor der Leichenhalle zusammengebrochen“, erinnert sich Hinterwallner. „Ich bin sofort hingeeilt und habe, nachdem ich keine Atmung feststellen konnte, mit der Reanimation begonnen.“

 

Parallel wurde die Rettung alarmiert und kurz darauf traf ein Rettungswagen aus Böheimkirchen mit Rotkreuz-Sanitäter Martin Gromann sowie den beiden (damals noch) Zivildienstleistenden Tobias Jungmeier und Michael Greibich ein, die sofort die Reanimation mit einem Defibrillator weiterführten. Wenige Minuten später war auch das Notarztteam aus St. Pölten mit Dr. Simon Kleinberger, Christoph Winkler, Martin Drachsler und Stefan Dörflinger zur Stelle. Die Patientin wurde unter Reanimation ins Universitätsklinikum St. Pölten gebracht.

 

„Für mich hat sich aber auch gezeigt, wie wichtig es ist, dass eine zweite Person vor Ort ist, die hilft – in meinem Fall war das Monika Hamböck, die sofort den Notruf absetzte und mit 144 Notruf Niederösterreich Kontakt hielt“, meint Hinterwallner. „Erste Hilfe ist nicht schwer, bei einem Erste-Hilfe-Kurs kann man auch alles üben, damit man im Fall des Falles selbstsicher helfen kann. Denn nur eines ist falsch: nichts zu tun.“

 

Der 3. November kann für die erfolgreich wieder zurück ins Leben gebrachte Frau sicherlich als zweiter Geburtstag gelten. Karl Hinterwallner besuchte sie bereits zwei Wochen später im Krankenhaus – jetzt, ein halbes Jahr später, besuchte die 72-jährige Renate Palmetzhofer die Rotkreuz-Ortsstelle Böheimkirchen, um sich bei ihren Rettern zu bedanken. Schnelle Reaktion, eine funktionierende Rettungskette und die Unterstützung durch einen Defibrillator retteten der Frau damals das Leben. Pünktlich zum Weltrotkreuztag, dem Geburtstag von Henry Dunant am 8. Mai, feierte sie gemeinsam mit ihren Helfern. Ganz im Sinne des Rotkreuz-Gründers: Helfen, ohne zu fragen wem. Aus Liebe zum Menschen.

 

 

 

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