17.05.2017 08:10

Spatenstichfeier in St. Pölten

Fertigstellung der Bezirksstelle bis Mitte 2018   Mit der Spatenstichfeier startete am 16. Mai offiziell der Bau der neuen Rotkreuz-Bezirksstelle in St. Pölten. „Wir freuen uns sehr, nun mit diesem Zeichen mit dem Neu-bau beginnen zu können“, erklärt Rotkreuz-Präsident General Josef Schmoll, BA. „Vor allem die Platzprobleme haben uns neben dem Sanierungsbedarf zu der Entscheidung gebracht, dass ein Neubau in St. Pölten notwendig ist, um optimal für die Bevölkerung da zu sein. Gleichzeitig ist es aber auch ein wichtiges Zeichen in Richtung unserer frei-willigen und hauptberuflichen Mitarbeiter/innen, um auch für die Zukunft die benötigte Infrastruktur für den Dienstbetrieb zu schaffen.“

Spatenstichfeier in St. Pölten

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„Mit der neuen Bezirksstelle leiten wir für das Rote Kreuz St. Pölten eine neue Ära ein. Damit tragen wir nicht nur den Anforderungen des Roten Kreuzes, sondern auch den Bedürfnissen der Menschen Rechnung. Das Rote Kreuz ist für Niederösterreich mit Sicherheit eine wesentliche Säule in der Gesundheitsversorgung und im Freiwilligenwesen sowie ein starker Partner für Zusammenhalt und für Zusammenarbeit“, betont Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

 

Die Bauzeit der neuen Bezirksstelle ist für rund ein Jahr geplant, damit soll der Dienstbetrieb im Sommer 2018 im neuen Gebäude aufgenommen werden. Die Errichtungskosten des Gebäudes belaufen sich auf rd. 7,5 Mio. Euro netto und werden im Bereich Rettungsdienst (Anteil rd. 5,4 Mio. Euro) durch eine Drittelfinanzierung durch die 20 betreuten Gemeinden, das Land Niederösterreich und das Rote Kreuz sowie in allen anderen Belangen (Grundstück, Errichtungskosten für weitere Leistungsbereiche, Einrichtung, etc.) durch Mittel des Roten Kreuzes finanziert. Die Kostendeckung dieses zusätzlichen Finanzierungsbedarfs erfolgt durch den Verkauf der bestehenden Liegenschaft, den Erlös aus dem laufenden Betrieb sowie aus Spendenmitteln.

 

Die Bezirksstelle St. Pölten betreut mit ihren Ortsstellen in Böheimkirchen, Hofstetten-Grünau, Karlstetten-Neidling, Kirchberg an der Pielach, Ober-Grafendorf, Prinzersdorf und Pyhra rd. 89.000 Personen und ist damit eine der größten Dienststellen des Roten Kreuzes Niederösterreich. Umgesetzt wird das Projekt durch das Architekturbüro Dr. Shebl & Partner, die neue Adresse lautet Dr. Theodor-Körner-Straße, auf einem rd. 6.000 m2 großen Areal. Ausschlaggebend für die Standortwahl waren eine zentrale Lage in St. Pölten mit guter Anbindung an das Verkehrsnetz, eine ausreichend große Fläche und die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

 

„Das derzeitige Gebäude der Bezirksstelle St. Pölten ist über weite Teile sanierungsbedürftig und entspricht nicht mehr den heutigen Erfordernissen“, meint Rotkreuz-Bezirksstellenleiter Werner Schlögl. „Die Platzverhältnisse sind seit langem erschöpft, die Räumlichkeiten für die Ausbildung der Mitarbeiter/innen und externer Kursteilnehmer/innen nicht mehr ausreichend. Auch die überdurchschnittlich hohen Betriebskosten und die mangelnde Barrierefreiheit haben zur Entscheidungsfindung wesentlich beigetragen.“ Außerdem mangle es an Aufenthaltsbereichen, Schlafräumen und zeitgemäßen Sanitäreinrichtungen für die großteils freiwillig tätigen Sanitäter/innen. Derzeit sind alleine an der Bezirksstelle St. Pölten 864 freiwillige Mitarbeiter/innen, davon ca. 500 Sanitäter/innen sowie insgesamt 52 Hauptberufliche und 35 Zivildienstleistende tätig.

 

„Mit dem neuen Gebäude wird auch eine zeitgemäße Ausstattung ermöglicht, die den Erfordernissen des Rettungsdienstes entsprecht“, sagt Schmoll. „Und es ist vor allem ein in die Zukunft orientiertes Projekt, um die langfristige Entwicklung aller Dienstleistungen des Roten Kreuzes zu ermöglichen.“ Mit dem dazugehörenden neuen Schulungszentrum stehen auch der Bevölkerung beispielsweise bei Erste-Hilfe-Kursen moderne Räumlichkeiten mit entsprechenden Parkmöglichkeiten zur Verfügung.  

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