06.12.2017 09:25

So viele Freiwillige wie noch nie

Ehrenamtliche Arbeit stiftet Sinn, hohen Wert und verbindet die Menschen: Am 5. Dezember war Internationaler Tag der Freiwilligen. Für das Rote Kreuz Niederösterreich ein wichtiger Tag. „Es gibt viele Arten, das Rote Kreuz bei seiner Arbeit für Menschen in Not durch Spenden zu unterstützen“, erklärt Präsident Josef Schmoll, Rotes Kreuz Niederösterreich. „Der Zeitspende – also die freiwillige Tätigkeit – kommt dabei jedenfalls eine wichtige Rolle zu. Mitar-beiten kann man beim Roten Kreuz in den unterschiedlichsten Formen – was zählt ist der Einsatz für Menschen, die unsere Unterstützung benötigen.“

So viele Freiwillige wie noch nie

Sie fahren mit der Rettung, arbeiten mit Kindern und älteren Menschen, schenken Zeit und spenden Menschlichkeit: Die 73.598 Freiwilligen des Österreichischen Roten Kreuzes – 17.319 davon in Niederösterreich. „Das ist der höchste Wert, den wir je hatten“, sagt Schmoll. „Ich bedanke mich bei allen, die ihre Zeit jenen Menschen widmen, die Unterstützung brauchen. Das macht unsere Gesellschaft sicherer, besser und lebenswerter.“

 

Die Zahl der Freiwilligen beim Roten Kreuz ist von 73.002 im Jahr 2015 auf 73.598 im Jahr 2016 leicht gestiegen – im Vergleich dazu stiegen die Zahlen in Niederösterreich von 16.627 (2015) auf 17.319 (2016). Die meisten davon, 39.559 österreichweit, 10.943 in Niederösterreich, sind im Rettungsdienst tätig. Der nächstgrößte Bereich sind Gesundheits- und soziale Dienste mit 13.248 Freiwilligen – 2.586 davon in NÖ. Freiwillige haben für das Rote Kreuz Niederösterreich 2016 2.920.587 Stunden ehrenamtlich gearbeitet. Würde man die geleistete Zeit mit 27 Euro pro Stunde bewerten, ergibt sich eine Summe von über 78,9 Millionen Euro.

 

Immer mehr Menschen wollen sich nur punktuell oder kurzfristig engagieren, auch in anderen Bereichen als im Rettungsdienst. Das Rote Kreuz Niederösterreich macht daher derzeit mit der Aktion „Zeitspende“ auf die zahlreichen Möglichkeiten der Mitarbeit aufmerksam. Unter www.zeitspende.com erzählen Menschen ihre Geschichte, warum sie beim Roten Kreuz sind und in welcher Form sie sich hier einbringen können.

 

„Generell gilt es, die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Freiwilligkeit zu verbessern, fordert Gerald Schöpfer, Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes. „Darüber hinaus braucht es die Anrechnung der Kenntnisse Freiwilliger an Hochschulen – etwa in Form von ECTS-Punkten für freie Lehrveranstaltungen – oder die Anrechnung der Leistung Freiwilliger bei öffentlichen Vergaben.“ In den Landeskatastrophenschutzgesetzen müsse zudem klar geregelt werden, wer für die Lohnkosten aufkommt, wenn Freiwillige in den Einsatz gehen und ihrem Arbeitgeber vorübergehend nicht zur Verfügung stehen.

 

In fast allen Ländern der Welt sind Freiwillige für nationale Rotkreuz-Gesellschaften tätig. 2016 waren rund 14 Millionen Menschen für die internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung als Freiwillige aktiv: Es handelt sich um das älteste Freiwilligen-Netzwerk der Welt.

 

Niederösterreichweit hat das Rote Kreuz an jeder Bezirksstelle Freiwilligenkoordinator/innen, die sich gerne Zeit nehmen, um eine passende Aufgabe zu finden.

Weitere Infos unter www.zeitspende.com oder per e-Mail unter freiwillig(at)n.roteskreuz.at.

socialshareprivacy info icon