Pakistan: Fluten bedrohen das ganze Land
Keine Entspannung am Wochenende: Die Flutkatastrophe in Pakistan betrifft über 10 Millionen Menschen. Das Rote Kreuz verteilt Nahrungsmittel und Zelte.
Nach offiziellen Angaben hat die Flutkatastrophe mindestens 1.600 Menschenleben gefordert. Über 10 Millionen Menschen sind betroffen. Das gesamte Ausmaß der Überflutungen in Pakistan ist vermutlich noch nicht erreicht. Der Dauerregen im Nordwesten des Lands erschwert die Hilfe.
Allein in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa im Nordwesten sind eine halbe Million Menschen obdachlos. Die Überflutungszonen weiten sich Richtung Süden aus und die Zahl der Betroffenen steigt weiter laufend. Die Rotkreuz- und Rothalbmondmitarbeiter vor Ort berichten von extensiven Schäden an Häusern und einem großem Bedarf an Notunterkünften für die obdachlosen Menschen.
Hilfe des Roten Kreuzes:
Unterkünfte: Durch den Dauerregen steigt der Bedarf an Unterkünften ständig. Rotkreuz-Wasseringenieure pumpen in mehreren Einsatzgebieten Gebäude wie Schulen und Spitäler aus und versuchen die Wasserversorgung in Dörfer wieder in Gang zu setzen.
Hilfsgüter: Bei den laufenden Verteilungen werden im Moment die dringend benötigten Lebensmittel priorisiert. Der Hauptfokus der RK/RH-Verteilungen liegt derzeit in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa, wo ca. 100.000 Evakuierte mit Lebensmittel und ca. 80.000 mit weiteren Hilfsgütern versorgt werden.
Zusätzlich werden 20.000 Betroffene im Punjab mit HIlfsgütern versorgt.
Sowohl eine internationale Rotkreuz-Spezialeinheit für Hilfsgüterverteilungen (ERU Relief) als auch eine Spezialeinheit für Logistik (ERU Logistics) sind unterwegs ins Katastrophengebiet, um die Mitarbeiter vor Ort bei den Verteilungen zu unterstützen.
Trinkwasser: Aufgrund der schlechten Wetterprognosen wird neben der Verteilung von Trinkwasser der Einsatz von Wasseraufbereitungsanlagen immer wahrscheinlicher. Voraussichtlich kommt auch eine ÖRK-Anlage im Punjab zum Einsatz, die seit den Überflutungen 2007 in Pakistan stationiert ist. Begleitet wird die Anlage von pakistanischen Spezialisten, die im Verlauf des damaligen Einsatzes an der Wasseraufbereitungsanlage trainiert wurden.
Überflutungen in Indien
Inzwischen haben die Überflutungen auch Indien erreicht und zahlreiche Touristen - auch aus Österreich - sind in Ladakh eingeschlossen. Das Österreichische Rote Kreuz hat dem BMeiA seine Unterstützung bei der medizinischen und psychologischen Betreuung der betroffenen Österreicher und ihrer Angehörigen in Österreich angeboten.
Das Österreichische Rote Kreuz bittet um Spenden:
PSK: 2.345.000, BLZ 60.000
Kennwort: Überflutungen Asien
Online spenden unter: spende.roteskreuz.at
Spenden SMS 0664 660 0020

