FF Krems 1900
Sanitätszug der FF Krems um 1900

1863
Gründung des Internationalen Komitee vom Roten Kreuz
1880
Gründung der Österreichischen Gesellschaft vom Rothen Kreuze (Heute: Österreichisches Rotes Kreuz)
vor 1900
Das Rettungswesen in Krems ist in die “Freiwillige Turner-Feuerwehr” integriert. Es gibt einen eigenen Sanitätszug und 1893 bereits eine “Localtransport-Kolonne”.
1929
Das erste für den Rettungsdienst bestimmte Auto wird für die Feuerwehr beschafft.
1937
Die Rettungskolonne hat 3 Fahrzeuge. Es wurden 1.026 Ausfahrten mit 1.055 betreuten Personen durchgeführt.
07. Februar 1938
Hauptversammlung der “Zweigstelle Krems vom Roten Kreuz”. Obwohl das Rettungswesen offiziell noch bei der Feuerwehr ist wird es in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz abgewickelt. Es wird berichtet, dass seit dem Ankauf des ersten Autos 1929 bereits 8.565 Ausfahrten mit 8.840 transportierten Personen durchgeführt wurden. In 8.830 Fahrstunden wurden 149.947 km zurückgelegt und 31.046 ”kg” Benzin verbraucht. Eine weitere wichtige (wenngleich heute vergessene Tätigkeit) des RK war damals die Tuberkulosefürsorge.

DRK Foto
Werbeplakat des DRK

Sommer 1938
Nachdem das  Österreichische Rote Kreuz aufgelöst und in das Deutsche Rote Kreuz integriert wurde, wird auch in Krems das Rettungswesen an das Rote Kreuz übertragen. Es werden zahlreiche Kurse für die Bevölkerung angeboten. Der gesamte Betrieb wird für das System “gleichgeschaltet” und von den ursprünglichen Grundsätzen des Roten Kreuzes bleibt nicht viel über. Die gesamte Ausbildung und der Betrieb sind sehr militärisch organisiert. Oberbürgermeister Retter stellt der “Kreisstelle vom Roten Kreuz” ein neues Haus für den Dienstbetrieb zur Verfügung. Das Haus stand am Dominikanerplatz und wurde bis in die 70er Jahre als Dienststelle genützt.
1939
248 Helfer, 414 Helferinnen, 5 Rettungswagen, 40.000 gefahrene Kilometer
ab 1939
Der Krieg trifft auch das Rote Kreuz voll. Einerseits durch die Arbeit in den Lazaretten und im Rettungsdienst, andererseits durch den Mangel an Helfern, da immer mehr Männer einrücken müssen. 1940 gibt es nur noch 12 Männer an der Dienststelle.
1945
Beim verheerenden Bombenangriff am 2. April stehen nur noch 2 Rettungsfahrzeuge und 2 Fahrer zur Verfügung. Beim Einmarsch der russischen Truppen setzt sich die Leitung des DRK Richtung Westen ab, der Rest der einfachen Mannschaft bleibt mit einem Rettungswagen in Krems.
Nach Kriegsende gab es keinen funktionierenden Wagen mehr, der letzte wurde von der russischen Armee beschlagnahmt. Die ersten Transporte wurden mit einer fahrbaren Trage, die in einem Keller der Kinderheilstätte gefunden wurde, durchgeführt. Kurz darauf half ein Fuhrwerksunternehmer mit einem von der Kirche geliehenen Pferdewagen aus.
Die Bezirksstelle wurde gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr am Dominikanerplatz wiederbelebt und einige junge Männer machten in beiden Organisationen Dienst.

RK Kurs 1948
Rot Kreuz Kurs 1948

1946
Ein Rettungswagen konnte Instand gesetzt werden und es gab wieder Benzinzuteilungen seitens der Roten Armee. Die Zentrale ist wieder rund um die Uhr besetzt.
1948
Es gibt 6 hauptberufliche Rettungssanitäter und eine Sekretärin.
1949
Zusammen mit dem Magistrat wird eine Tombola veranstaltet, vom Erlös kann ein Skoda Octavia angekauft werden.
1950
Am 16. September findet der 5. Rot Kreuz Landesrettungstag in Krems statt.
1951
4 Krankenwagen, 3156 Patienten, 81.436km

Jeep 1952
Übergabe des Jeep 1952

1952
Übergabe eines umgebauten Jeep durch das Generalsekretariat des Österreichischen Roten Kreuzes. Es finden drei Erste-Hilfe-Kurse an den Kremser Mittelschulen statt.
1953
Hochwasser in den Niederlanden. Das Kremser Rote Kreuz entsendet einen Rettungswagen der mit den Spenden der Kremser Bevölkerung drei Wochen im Bereich Rotterdam im Katastropheneinsatz steht.
1954
3.683 Patienten, 95.660km. Der Bereich Langenlois wird nun nicht mehr mitversorgt.
1955
Das Rote Kreuz ist federführend am Aufbau einer Blutbank für das Kremser Krankenhaus beteiligt.
1956
In der alten Kaserne werden Flüchtlinge des Ungarnaufstandes durch das Rote Kreuz verköstigt und medizinisch betreut.

Tombola Volksfest 1959
Tombola am Wachauer Volksfest 1959

1957
Die 100.000km-Marke wird überschritten. Bis in die 1960er Jahre bleibt sie knapp darüber.
1960er
Die Rot-Kreuz-Lotterie am Volksfest wird für die nächsten Jahrzehnte zu einer wichtigen Einnahmequelle der Bezirksstelle.
1962
Die Fahrzeuge der Bezirksstelle werden mit Blutplasmakonserven ausgestattet. 4.130 Ausfahrten, 117.695 km
1965
Wechsel an der Spitze. HR Dr. Hermann Gasteiner folgt HR Mag. Anton Authried als Bezirksstellenleiter nach.

1966
Einführung des Sprechfunks zwischen Leitstelle und Rettungsfahrzeugen.
1967
Gründung eines “Bezirksstellenbeirates” (eines Vorläufer des heutigen Bezirksstellenausschusses) der mit  Personen des öffentlichen Lebens das Ansehen des Roten Kreuzes in der Bevölkerung weiter heben sollte.
1970
BH HR Dr. Hans Filz übernimmt die Bezirksstellenleitung. Es gibt 6 Rettungsfahrzeuge, eines davon ist in der Hütte Krems (heute: VOEST)  stationiert. Es gibt ca. 30 freiwillige Mitarbeiter. Planungen für den Neubau am Mitterweg beginnen.

Fahrzeugweihe ca. 1972
Fahrzeugweihe ca. 1972

1972
Am 9. April wird der Neubau am Mitterweg 11 eröffnet. Endlich gibt es für alle Mitarbeiter zeitgemäße Arbeitsbedingungen so dass die Mitarbeiterzahl schnell auf 87 wächst.
Die Ortsstelle Gföhl nimmt am 15. Oktober ihren Betrieb auf.
1974
Installierung des “Euro-Rettungswagens” als Vorläufer des heutigen Notarztwagens.
1975
Die Bundesregierung beschließt das Zivildienergesetz - seit diesem Jahr stellen sie eine wichtige Stütze des Dienstbetriebes dar.
1981
BH HR Mag. Wilhelm Eigl übernimmt die Bezirksstellenleitung.
1982
Die Ortstelle St. Leonhard/Hw. nimmt im April ihren Betrieb auf.
1983
Notarzthubschrauber Christophorus 2 geht in Betrieb. Zusammen mit dem ÖAMTC und dem Krankenhaus Krems wird der 2. Notarzthubschrauber in Österreich installiert.
1985
Am 24. März wird die Ortsstelle Spitz gegründet

Bez St Mitterweg alt
Der Ost-Zubau

1986
Errichtung des so genannten Ost-Zubaus. Dieser wurde notwendig, da mittlerweile 15 Rettungsfahrzeuge im Dienst standen.
1989
BH HR Dr. Gerhard Hetzer übernimmt die Bezirksstellenleitung.
1992
11 Rettungswägen, 1 Notarztwagen, 4 Ambulanzfahrzeuge
1993
Wegen der immer mehr werdenden Fahrzeuge und der steigenden Kursfrequenz wurde ein weiterer Zubau beschlossen. Ein Bauausschuss wurde gegründet und Arch. DI Erich Millbacher erstellte den Plan für den Zubau.
1995
Das neue Zuhause der Ortsstelle Gföhl wird eröffnet.

Neubau Mitterweg
Zubau der Bezirksstelle

1996
Baubeginn für den Zubau
1997
Am 7. September erfolgt die offizielle Eröffnung des Neubaues unter zahlreicher Beteiligung von Prominenz und Bevölkerung. In nur einem Jahr konnte der Zubau um ATS 16.764.000 fertig gestellt werden. Dank der Hilfe von Mitarbeitern, Gemeinden, Firmen und Vereinen sowie der Bevölkerung konnte diese Summe aufgebracht werden.
1998
Ein neuer Notarztwagen (Mercedes Sprinter) wird angekauft.
1999
Nach einem Unfall im Dürnsteiner Tunnel musste der relativ neue Notarztwagen wieder ausgeschieden werden, im Dezember kommt ein neues Fahrzeug, diesmal ein VW LT35 - dieser versieht bis 2008 Dienst.
2000
Der Rot Kreuz Herbstball wird zum ersten Mal in Krems durchgeführt.
2002
Im August suchen schwere Hochwässer die Region Krems heim. Nach massiven Regenfällen kommt es zu nie gekannten Überflutungen im Bereich von Donau und Kamp. Das Rote Kreuz Krems ist gemeinsam mit zahllosen Kräften aus Niederösterreich und dem ganzen Bundesgebiet wochenlang im Einsatz - in der Akutphase werden Auffanglager betrieben und der Rettungsdienst gemeinsam mit dem Bundesheer aufrecht erhalten, später Hilfsgüter sortiert und verteilt.

Logo Landesbewerb 2005 fin1
Logo Landesbewerb 2005

2003
Die bisher selbstständige Leitstelle des Rettungsdienstes wird von der neu gegründeten LEBIG (Leitstellen Entwicklungs-, Betriebs und Investitions GesmbH) in Tulln übernommen.
Ein Kriseninterventionsteam zur Betreuung von traumatisierten Personen wird gegründet.
2005
Am 4. Juni findet in Krems der Landesbewerb für Sanitätshilfe statt. Ca. 30 Gruppen aus ganz Österreich stellen in zahlreichen, über das Stadtgebiet verteilten, Stationen ihr Können unter Beweis.
2006
Am 23. März wird Johann-Paul Brunner, MSc MBA, zum neuen Bezirksstellenleiter gewählt. Er löst HR Dr. Hetzer nach 17 Jahren an der Spitze der Bezirksstelle ab. Mit Johann-Paul Brunner wird auch fast die gesamte Bezirksstellenleitung ausgetauscht.
2007
Mit der Ernennung einer Bezirksstellenverantwortlichen für Gesundheits- und Soziale Dienste beginnt der vermehrte Aufbau dieser Dienstleistungsschiene des Roten Kreuzes. Neben der bestehenden Rufhilfe und Zuhause essen à la carte werden nun auch ein Besuchs- und Begleitdienst sowie ein Verleih von Pflegebehelfen angeboten.
2008
Die Bezirksstelle wird 70! Im Spätherbst wird ein neuer Notarztwagen vom Typ VW Crafter angekauft.

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