07.02.2017 15:47

Positive Bilanz zu Freiwilligem Sozialjahr

Ein erstes Resümee des Freiwilligen Sozialjahres beim Roten Kreuz Niederösterreich fällt sehr positiv aus: im Jahr 2016 nahmen 97 junge Menschen die Ende 2015 neu geschaffene Möglichkeit wahr.

Positive Bilanz zu Freiwilligem Sozialjahr
Luna Mösslinger und Jakob Dunshirn engagieren sich im Rahmen des Freiwilligen Sozialjahres beim Roten Kreuz in Klosterneuburg - Foto: RK NÖ / Klosterneuburg / Daniel Prieto y Taladri

„Wir sind stolz darauf, in Niederösterreich eine so positive Entwicklung zu sehen“, erklärt Präsident Josef Schmoll, Rotes Kreuz Niederösterreich. „Für uns war es von Anfang an klar, dass wir auch auf diesem Wege jungen Menschen der Mitarbeit geben möchten – dass diese Chance jetzt auch gut genutzt wird, zeigt, dass wir uns für den richtigen Weg entschieden haben.“

 

Erstmals starteten Teilnehmer/innen das Freiwillige Sozialjahr am 1. Oktober 2015, im Jahr 2016 haben 97 diese Möglichkeit genutzt und das Sozialjahr absolviert. Derzeit besteht die Möglichkeit, im Rettungsdienst oder auch in den Gesundheits- und Sozialen Diensten mitzuarbeiten. 2016 waren 81 Personen im Rettungsdienst und 16 in den Gesundheits- und Sozialen Diensten im Einsatz, davon 54 Männer und 43 Frauen.



„Meine Schwester hat beim Roten Kreuz in Wien als Rettungssanitäterin gearbeitet, bevor sie die Krankenpflegeschule gemacht hat“, erzählt Luna Mösslinger über ihren Zugang zum Freiwilligen Sozialjahr. „Das hat mich inspiriert und als ich 16 war, habe ich mich erkundigt, welche Möglichkeiten es gibt, diese Ausbildung zu machen. Durch Recherche bin ich auf das Freiwillige Sozialjahr gestoßen und habe mich dafür beworben. Ich bin heute sehr dankbar und froh darüber, diesen Schritt gemacht zu haben.“



Im Rahmen des Freiwilligen Sozialjahres können sich Menschen ab 18 Jahren  engagieren, die über die entsprechende physische und psychische Belastbarkeit verfügen sowie Interesse und Bereitschaft für ein soziales Engagement haben.



„Der Einsatz dauert dann zwischen neun und zwölf Monaten bei einer Wocheneinsatzzeit von 34 Stunden“, erklärt Schmoll. „Die Ausbildung steht im Vordergrund, das umfangreiche Bildungsprogramm des Roten Kreuzes Niederösterreich steht den Teilnehmerinnen und Teilnehmern offen.“



Jakob Dunshirn absolviert das Freiwillige Sozialjahr im Bereich Rufhilfe und Pflegebettenverleih tätig. Was ihn an seiner Tätigkeit besonders beeindruckt: „Das sind zwei Dinge, erstens die allgemeine Dankbarkeit, die man sehr stark zu spüren bekommt. Quer durch die Bank sind die Leute froh, wenn man ihnen selbst, ihren Eltern oder Bekannten hilft. Man kann immer wieder mit einem guten Gefühl von einem Termin gehen. Zweitens war ich sehr stolz als ich zum ersten Mal alleine mit dem Rotkreuz-Auto zu einem Termin fahren durfte.“



Insgesamt bietet das Rote Kreuz Niederösterreich mit seinen 53 Bezirksstellen eine umfangreiche Palette an Tätigkeiten für alle, die ein freiwilliges Sozialjahr machen wollen:

  • Rettungsdienst
  • Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
  • Arbeit mit älteren Menschen
  • Unterstützung von Menschen in sozialen Notlagen
  • Migration oder Flüchtlingsbetreuung


Die nächste Möglichkeit diese Chance zu nutzen startet am 1.April. Eine Bewerbung ist vorher aber jedenfalls erforderlich. „Wir suchen vor allem Menschen, die einmal für einige Zeit in einen Beruf im Sozialbereich oder im Rettungsdienst hinein schnuppern wollen oder die sich einfach für Menschen engagieren möchten“, sagt Schmoll. „Beim Freiwilligen Sozialjahr bietet sich die Gelegenheit, unsere Organisation intensiv zu erleben, mitzuarbeiten und für den weiteren Lebensweg viele Erfahrungen zu sammeln. Dazu gibt es auch ein Taschengeld in Höhe von 240 Euro pro Monat, man ist versichert und ist berechtigt die Familienbeihilfe weiter zu beziehen.“



Weitere Informationen: www.roteskreuz.at/noe/fsj

 


Tulln, 07. Februar 2017

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Mag. Sonja Kellner, Andreas Zenker, MSc., MBA
Österreichisches Rotes Kreuz, Landesverband Niederösterreich
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