Krisenintervention Mitarbeiter im Gespräch

Das Kriseninterventionsteam (KIT) besteht aus Mitarbeitern, die nach einer speziellen Ausbildung in der Lage sind, psychologische Erste Hilfe zu leisten und bei organisatorischen Maßnahmen zu unterstützen. Es betreut Menschen, die eine schwere Situation erlebt haben. Das KIT kann nur von Rot Kreuz Mitarbeitern angefordert werden, die vor Ort im Einsatz waren, und auch das nur mit der Einwilligung des zu Betreuenden.
Stellt der Notarzt zum Beispiel den Tod eines Patienten fest, dann kann auf Wunsch des Angehörigen das KIT gerufen werden, dessen Aufgabe nun darin besteht, den/die Angehörigen zu stabilisieren und bei organisatorischen Maßnahmen zu unterstützen (z.B.ein soziales Umfeld aufbauen, weitere Angehörige, Nachbarn oder Bestattung verständigen).
Falls das Kriseninterventionsteam nicht ausreicht, kann vom KIT-Mitarbeiter rund um die Uhr eine mobile psychosoziale Fachkraft hinzugezogen werden.

Dem Betreuten entstehen keine Kosten!

 

Was versteht man im Rettungsdienst unter Krisenintervention?

  • Eine kurzfristige psychosoziale Hilfestellung vor Ort für Personen, die nahe Angehörige/Bezugspersonen verloren haben.
  • Die Hilfestellung dient primär dazu, die Bewältigungsmöglichkeiten der Personen zu aktivieren und ihnen einen Abschied und eine Anerkennung des Todes zu ermöglichen.
  • Bei suizidalen Personen dient die Krisenintervention der kurzfristigen Stabilisierung und Zuführung zu weiteren Hilfseinrichtungen.

Einsatzkatalog

  • Betreuung von Angehörigen nach Todesfällen durch Erkrankung, Verletzung oder Suizid
  • Betreuung von Angehörigen nach dem Abtransport lebensgefährlich verletzter oder erkrankter Personen
  • Betreuung der Angehörigen vermisster Personen
  • Betreuung von Personen nach Verlust ihrer Lebensgrundlage
  • Betreuung von Angehörigen nach Kindernotfällen
  • Überbringen von Todesnachrichten (gemeinsam mit der Exekutive)
  • Betreuung bei akuter Suizidalität und Angstzustände
  • Betreuung von Angehörigen nach Großschadensereignissen

Ausbildung

  • Theoretische Ausbildung
    - Stressverarbeitung nach belastenden Einsätzen (SVE)
    - Krisenintervention (KIT)
    - Umfang: 98 Stunden
  • Praktische Ausbildung
    - Praktikum SVE / KIT: 300 Stunden
    - Praktikum Rettungsdienst: 72 Stunden
    - Erste Hilfe Kurs: 16 Stunden
    - Einsatzfahrerausbildung: 25 Stunden
  • Gesamtumfang: 513 Stunden
  • Fortbildung: 16 Stunden pro Jahr

Organisation des Teams

  • Fixe Bereitschaftsdienste garantieren 24 h Erreichbarkeit
  • Regionale Teams aus RK Mitarbeitern, Notfallseelsorgern und Pfarrern
  • Einbindung in die KAT Struktur
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