14.09.2010

Erste Hilfe Bewusstseinsbildung bei der Gartenbaumesse

Von 26.08. bis 30.08.2010 fand in Tulln wieder die internationale Gartenbaumesse statt. Das Rote Kreuz Tulln nutzte die Gelegenheit, sehr viele Menschen auf einmal zu erreichen, für eine Aktion zur Erste Hilfe Bewusstseinsbildung.

An allen Veranstaltungstagen der diesjährigen Gartenbaumesse am Tullner Messegelände waren Mitarbeiter des Roten Kreuzes Tulln mit Übungsmaterialien anwesend. Die Messebesucher wurden durch "Hilferufe" auf eine reglose Person, dargestellt durch eine Reanimationspuppe, aufmerksam gemacht und konnten anschließend ihre Erste Hilfe Kenntnisse unter der professionellen Anweisungen der anwesenden Rettungssanitäter auffrischen.

Die Aktion kam bei den Besuchern sehr gut an, vielen wurde die Wichtigkeit korrekter Erste Hilfe Maßnahmen vor Augen geführt.

Leider gab es auch sehr viele Personen, welche den gestellten Notfall ignorierten und keine Hilfe leisteten. Dies passiert jedoch auch in der Realität, denn laut einer aktuellen Rot Kreuz Studie leistet nur jeder Vierte Erste Hilfe!

Rechtzeitig zum Welttag Erste Hilfe am 11. September veröffentlichte das Rote Kreuz Niederösterreich deshalb eine Mitteilung, um auf die Gefahren hinzuweisen:

Nur 23 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher würden „auf jeden Fall“ erste Hilfe leisten. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Marktforschungsinstituts market. „Dass nur jeder Vierte tatsächlich helfen würde, ist erschreckend“, erklärt Dr. Elfriede Wilfinger, Vizepräsidentin und Chefärztin Rotes Kreuz Niederösterreich. 57 Prozent derjenigen, die im Notfall nicht helfen würden, begründen ihre Zurückhaltung damit, dass der letzte Erste-Hilfe-Kurs schon zu lange zurück liege. 44 Prozent sagen, sie haben Angst davor, die Situation zu verschlechtern.

Mehr als 70 Prozent der Unfälle passieren in der Freizeit und zu Hause. „Meist sind es die eigenen Kinder, Eltern oder Freunde, die erste Hilfe brauchen. Jemanden in die stabile Seitenlage zu bringen, ist kein Kunststück, kann aber Leben retten“, sagt Wilfinger. Noch einfacher ist die Erstversorgung von kleineren Wunden, wie sie beispielsweise bei Kindern oder Sportverletzungen häufig auftreten und „auch ein verrenkter Knöchel heilt schneller, wenn er von Anfang an richtig versorgt wird“, meint Wilfinger.

Das Rote Kreuz empfiehlt, das Erste-Hilfe-Wissen regelmäßig alle fünf Jahre aufzufrischen. „So hat man das nötige Wissen und die Selbstsicherheit, um richtig und rasch zu helfen, wenn es darauf ankommt. Denn das einzig wirklich Falsche ist, nicht zu helfen“, erläutert Wilfinger. Wählt man den Notruf 144, so wird sofort professionelle Hilfe geschickt; fühlt man sich unsicher, erhält man übers Telefon Unterstützung bei den wichtigsten Hilfsmaßnahmen.

Das Rote Kreuz Niederösterreich bietet viele Erste-Hilfe-Kurse an, Informationen udn Kurstermine finden Sie unter http://kurssuche.n.roteskreuz.at/

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