Für Großunfälle und Katastrophen ist das Rote Kreuz auch gut gerüstet. Eigene Mannschaften und Geräte stehen für diese Zwecke zur Verfügung. Für derartige Fälle existieren auch eigene Alarmpläne, um im Notfall rasch die benötigte Hilfe bringen zu können.

Immer wieder kommt es zu Großereignissen, die die Alarmierung dieser Einheiten notwendig machen:
Hochwasser in Niederösterreich und in der Steiermark, Murenabgänge in Tirol und Kärnten, Trinkwassermangel in Uganda und Polen, Hunger in Bulgarien und im ehemaligen Jugoslawien. Das Österreichische Rote Kreuz verfügt über einen Katastrophenhilfsdienst, der für Einsätze im In- und Ausland jederzeit abrufbereit ist.

Ziel der Rotkreuz-Katastrophenhilfe ist es, Menschen in Notsituationen rasch und unbürokratisch zu helfen. Diese Hilfe erfolgt finanziell, materiell und personell. Österreichischen Familien, die Opfer von Brand- oder Unwetterkatastrophen geworden sind, leistet das ÖRK zum Beispiel finanzielle Spontanhilfe zum Wiederaufbau ihrer Häuser. Oft ist in einer Notsituation schon mit einer neuen Waschmaschine geholfen. Und in Bosnien und Bulgarien versorgt das Österreichische Rote Kreuz junge und alte Menschen, die sonst gar nichts mehr haben, mit einer Mahlzeit täglich. Dorthin entsendet das ÖRK auch Delegierte, die diese Projekte leiten und sicherstellen, dass die Hilfe dort ankommt, wo sie benötigt wird.

 

Geräte der Bezirksstelle Tulln

Beleuchtungsanhänger:

Dieses Set ist auf der Basis eines Aluminium-Anhängers aufgebaut, der außen einen pneumatisch ausfahrbaren Scheinwerfermast befestigt hat. Im Inneren des Anhängers befindet sich - auf einem eigens für den Rotkreuz-Katastrophendienst entwickelten Einschubsystem - die für die Beleuchtung einer Einsatzstelle notwendige Elektroausstattung. Neben einem Stromaggregat, Kabeln, Verteilern und Scheinwerfern für die Außenbeleuchtung ist auch die Innenbeleuchtung von Zelten möglich. Aus Sicherheitsgründen sind alle Stromkupplungen wasserdicht ausgeführt.

Medizinisches Großunfallset (MEGUS):

Dieses Set ist Bestandteil einer kompletten Organisationseinheit und dient für die Versorgung von 15 Schwerstverletzten. In 7 Kisten sind Materialien für die Bergung, die Triage und die Behandlung vor Ort gelagert und in kürzester Zeit einsatzbereit. Die Bandbreite des Materials reicht von Bergegeräten, speziellen Ganzkörperschienen über Verbandsstoffe bis zu Infusionen.
Sollte extrem schlechte Witterung vorherrschen, so besteht die Möglichkeit die Patienten in Schnelleinsatzzelten zu betreuen.

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