Die Geschichte der Bezirksstelle

28. August 1880: Konstituierung des Zweigvereines des Vereines „zum roten Kreuz“ in Waidhofen/Thaya (Chronik der Stadt Waidhofen).

Präsidentin: Baronin (ab 1907 Gräfin) Ernestine Gudenus

Vizepräsidentinnen:

Frau von Haas, Gattin des Ladislaus, Ritter von Haas von Bilgen (Bezirkshauptmann für den politischen Bezirk Waidhofen/Thaya von 1879 bis 1885).

Frau Dobler, Gattin des Waidhofner Notars Theodor Dobler, Abgeordneter der Deutsch-Liberalen Partei im Reichsrat.

Kassier:

Frau Aigner, Gattin des Dr. Gustav Aigner, Rechtsanwalt in Waidhofen/Thaya, Gemeinderat und Ehrenbürger der Stadt Waidhofen.

 

 

1. Weltkrieg (1914 –1918)

 

Im September 1914 wurde von der RK-Zweigstelle WT im Forstschulgebäude (heute Postamt) ein Rekonvaleszentenheim mit 90 Betten eingerichtet. Auch für die kranken und verwundeten Soldaten, die in einem im Februar 1915 in der Volks- und Bürgerschule (heute Hauptschule) eingerichteten und 400 Betten umfassenden Reservespital untergebracht waren, stellte das RK seine Dienste zur Verfügung. 

 

1927 wurde das erste Sanitätsauto (Steyr 30) in Waidhofen in Betrieb genommen und im Krankenhaus stationiert. Für die Verwaltung des Autos war allerdings der „Städtische Kranken- und Rettungsdienst“ und nicht die RK-Zweigstelle zuständig.

 

 

2. Weltkrieg (1938 - 45)

 

2. Mai 1938: Einrichtung einer Kreisstelle des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im Haus Böhmgasse 6. (Abhaltung von Grundausbildungskursen, Sanitätsdienstübungen, Umgang mit Sanitätsgeräten, Durchführung von Straßensammlungen zB für das Winterhilfswerk).

 

1. 11. 1940: Der „Städtische Krankentransport- und Rettungsdienst“ wird durch einen Beschluss des Gemeinderates in die Obsorge des DRK übertragen (Festschrift S 37). Seit diesem Zeitpunkt werden alle Krankentransporte und Rettungseinsätze vom Roten Kreuz organisiert à Vergrößerung und Modernisierung des Fuhrparks, ein San-Kraftfahrer, Einrichtung eines Bereitschaftsraumes im KH Waidhofen.

 

Kriegsende 1945: Betreuung von verwundeten Soldaten im Reservelazarett im Erdgeschoß der Oberschule (Gymnasium), im Stadtpark, in der Straße vor dem Spital.

 

Nachkriegszeit

August 1945: Dem RK stehen 2 San-Kraftfahrer und 2 San-Kraftwagen (Steyr 45 und Mercedes 170 V) zur Verfügung (je 2 Garagen befanden sich in der RK-Dienststelle in der Böhmgasse 6 und im Krankenhaus).

  

August 1945: Wiederaufbau des Roten Kreuzes im Bezirk WT unter BH Dr. Johann Haushofer. Einrichtung eines Suchdienstes zur Klärung von Flüchtlings- und Vermisstenschicksalen, zur Ausforschung von Kriegsgefangenen und zur Zusammenführung von Familien (bes. 1946 und 1947).

 

Oktober/November 1945: Dem RK werden zwei zu Sanitätsfahrzeugen umgebaute englische Armeefahrzeuge der Marke Humber übergeben. Damit umfasst der Fuhrpark 4 Fahrzeuge.

 

Februar 1947: drei hauptberufliche San-Kraftfahrer werden beschäftigt 

 

1950: Errichtung einer Garage und eines Bereitschaftsraumes als Zubauten des FF-Zeughauses

 

Rot Kreuz Haus Waidhofen/Thaya ab 1950

1951: Aufstellung einer Rettungsabteilung und Organisation eines Beifahrerdienstes

 

 

9. 2. 1952: Schwelbrand in der Dachkonstruktion der RK-Garage

 

 

2. 11. 1952: Ankauf eines neuen San-Kraftwagens der Marke Skoda; erste Autoanschaffung nach dem 2. Weltkrieg

 

 

19. /20. 9. 1953: Abhaltung des 3. Landesrettungstages des NÖ Landesverbandes in Waidhofen

 

 

8. /9. 12. 1953: die Rettungsabteilung wird zur Kolonne erhoben

 

 

22. 2. 1954: Ankauf eines Sanitätskraftwagens der Marke Mercedes-Diesel

 

 

9. 7. 1954: ein Sanitätskraftwagen der Marke Jeep wird angekauft

 

 

1955: Unterbringung des RK-Bezirkssekretariats in einem Zubau der RK-Garage

 

Oktober 1956: Durchführung einer Spendenaktion für Ungarnflüchtlinge

 

 

1. 8. 1961: Ankauf eines neuen Sanitätskraftwagens

 

 

1967: 1. Waidhofner Volksfest; wurde seitdem jährlich außer 1973 (Absage wegen Maul- und Klauenseuche) durchgeführt .

 

 

1968/69: Errichtung des neuen Rot-Kreuz-Hauses und einer Garage in der Moriz Schadek-Gasse

 

1976/77: Aufstockung des Rot-Kreuz-Hauses

 

1979: Aufstellung eines Katastrophenzuges (20.10.1979)

 

 

1980: Sanierung des Volksfestplatzes sowie Herstellung elektrischer Anschlüsse für den Festwirt und die Schausteller.
Präsentation der Einrichtungen der RK-Bezirksstelle anlässlich des Jubiläums "100 Jahre Rotes Kreuz" und eines Sonderpostamtes mit einer Briefmarkenwerbeschau im RK-Haus (4. Juni 1980) 

 

 

1982: Errichtung eines Garagenzubaues  

 

1986: Auf Anregung der RK-Bezirksstelle wird ein 42 m hoher Sendemast auf der Frauenstaffel durch die NEWAG errichtet. Umstellung des Fukbetriebes von Amplitudenmodulation (AM) auf Frequenzmodulation (FM) sowohl der Fixstation im Rot Kreuz Haus als auch aller Sanitätskraftwagen

 Inbetriebnahme des Notarztwagens als 7. Einsatzfahrzeug (1.6.86)

Einsatz von Frauen im Rettungs- und Krankentransport

 

 

1987: Einführung eines ehrenamtlichen Journaldienstes an Wochenenden (seit Dezember)

 

 

1988: Besetzung des Journaldienstes rund um die Uhr als Funk- und Telefondienst des Roten Kreuzes und der Ärztenotdienstleitstelle (seit 1. März)

Einsatz des ersten Computers an der Bezirksstelle (1.10.)

 

 

1989: Durchführung des ersten Notarztseminares mit 62 Teilnehmern

Teilnahme am Flüchtlingstransport von DDR-Flüchtlingen aus Budapest nach Bayern

 

 

1990: Konvoibegleitung mit einem Sanka nach Baie Mare (Rumänien)

 

 

1991: Durchführung des 2. Notarztseminares mit 38 Teilnehmern

 

 

1992: Sanitätsbetreuung von jugoslawischen Flüchtlingen

 

 

1993: Erweiterung der EDV-Anlage, Anschaffung von 3 PC und Vernetzung mit dem Server. Installierung eines neuen, österreichweit einheitlichen Programmes für die Transportverrechnung umd Mitgliedsbeitragskassierung und Lohn sowie die Einführung der Kostenrechnung mit 7 Hauptkostenstellen. Durchführung des 3. Notarztseminares mit 37 Teilnehmern

 

 

1994: Errichtung einer weiteren Garage Einrichtung von zwei Rot-Kreuz-Jugendgruppen mit 40 Jugendlichen

Erster Passat als BKTW
Ausrüstungstausch BKTW (Mannschafts)fahrzeug zugunsten eines weiteren RTW
Anschaffung eines zusätzlichen Einsatzmittels: BKTW (VW-Passat)

 

 

1994/95: Verlängerung des 1976/77 errichteten Obergeschoßes des Rot-Kreuz-Hauses

Die Bezirksstelle Waidhofen/Thaya bis 2007

1995: Durchführung des 4. Notarztseminares mit 31 Teilnehmern

Neugründung der Jugendgruppe, spontan etwa 90 Mitglieder
Gestaltung eines Rot-Kreuz-Wanderweges

 

1996: Installierung eines neuen EDV-Programmes für die Auswertung der Notarztwageneinsätze

Umbau des 1976/77 errichteten Obergeschosses des Rot Kreuz Hauses.

Kollaudierung: Kosten ca. 6 Mio Schilling

21. und 22. 9. Jubiläunsveranstaltung:
10 Jahre NAW und 30 Jahre Volksfest mit Eröffnung des neuen Gebäudes

 

1997:September: Einführung von Statusmeldungen bei den Einsatzfahrzeugen
Tausch des NAW zugunsten Mercedes Sprinter

 

1998:Feb.: Neue Funkanlage mit Bildschirmsteuerung
Eröffnung des im Jahre 1995 gestalteten Wanderweges

 

1999: Ankauf eines Zelt- und Heizungsanhängers (Ergänzungsset) für das obere Waldviertel und für Großeinsätze im allgemeinen

 

 

2000:Seit Jänner ist Frau Sandra Pröstling neue Leiterin der Rot-Kreuz-Jugendgruppe.
25 - 30. April: Notarztseminar mit 30 Ärzten aus ganz Österreich
1.Oktober: die ersten 3 Rufhilfe-Telefone durch RK installiert. 
1.Oktober: Zentrale Leitstelle für Ärztenotdienst / ärztlicher Bereitschaftsdienst (Notruf 141) Montag bis Freitag  für das Waldviertel  beim RK Horn  in Betrieb genommen. Auch Notrufe aus dem Bezirk Waidhofen werden montags bis freitags dort bearbeitet. 
Ersatz des Mannschaftstransporters bzw. BKTW  durch einen RTW als Verstärkung der Einsatzbereitschaft im primären Rettungsdienst

 

2001: Unsere RK-Jugendgruppe erreicht beim n.ö. EH-Landesbewerb den ausgezeichneten 2. Platz. Zur Alarmierung von Einsatzpersonal wird das System „INOTIF“, ein über Internet gesteuertes SMS-Handy-System eingeführt. Das Waidhofner Rot-Kreuz-Volksfest wird erstmals von Erich Pichl organisiert und  bringt wiederum einen ausgezeichneten Ertrag. Registriert wird mit 12 ein bisheriger Höchststand an Zivildienern.

Nach 35 Dienstjahren geht der berufliche Mitarbeiter Erst Willstorfer in Pension. Er stand 35 Jahre im Dienste des RK Waidhofen/Thaya.

Ab Mai gibt es nicht mehr 5 Ärzte-Nachtdienstsprengel im Bezirk, sondern nur mehr einen Sprengel für  Vitis-Schwarzenau-Göpfritz-Allentsteig und ein zweiter Sprengel für den Rest des Bezirkes Waidhofen a.d. Thaya. 

 

2002:Das Jahr 2002 war von einem innovativen Projekt in Österreich gekennzeichnet: Mit 1.7.2002 startet das Projekt „Frühdefibrillation im ländlichen Raum“ im Rot-Kreuz-Bezirk Waidhofen a.d. Thaya. Die Freiwilligen Feuerwehren und die Exekutive des Bezirkes leisten in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz  „First-Responder-Dienste“ bei Notfallpatienten mit Herz-Kreislauf-Problemen.

Mit 7. März 2002 ist das Rote Kreuz Waidhofen a.d. Thaya auch mit einer eigenen Homepage vertreten.

Ab 1. Juli 2002 gilt ein neues Sanitäter-Gesetz, welches die Ausbildung zum Rettungssanitäter wesentlich strenger und effizienter gestaltet.

Im August 2002 wird Ostösterreich von einer Hochwasserkatastrophe heimgesucht. 39 SanitäterInnen leisten dabei etwa 600 Einsatzstunden und versorgen betroffene Bewohner des Bezirkes.

MR Dr. Walter Weber wird neuer Kolonnenarzt. Prim. Dr. Friedrich König wird sein Stellvertreter.

 

2003: 1.1. Landesverband Datenbank für aktive Mitarbeiter

Ab 1.7. Einführung der Zonenpauschalen bei den Rettungs- u. Krankentransporten

Das Krisen-Interventions-Team nimmt Tätigkeit auf.

 

2004: 7.5. Aufschaltung der Bezirksstelle Waidhofen/Th. an die Lebig (Standort Zwettl)

LEBIG = Leitstellen- Entwicklungs- Betriebs- und Integrationsgesellschaft

Ende des bewährten Journaldienstes bei der Bezirksstelle (seit 1.3.88)

Ab 31.7. Mitbetreuung der Ö 3 Kummernummer durch Waidhofner Mitarbeiter

 

2005: 1.7. NÖ-Weiter Start mit der neuen Software ERP  - Navision = Enterprise Resourcen

Planing. Neben dem gesamten Rechnungswesen sind davon auch die RKT-Erfassung und Rechnungslegung betroffen.

 

2006: Wahl der Funktionäre in den Ortsstellen, der Bezirksstelle und im Landesverband

Neuer Bezirksstellenleiter Mag. Johann Lampeitl, neuer Präsident am LV Willi Sauer.

Ankauf eines LKW für den Katastropheneinsatz u. Großschäden. Umrüstung durch Firma Dlouhy, Hochwassereinsatz in Raabs/Th. und Dürnkrut. Unterstützung der BZ Gmünd bei Busunfall in Schrems.

Planungsarbeiten für einen Erweiterungsbau für die Bezirksstelle am  Areal des NÖ Pflegeheimes.

11.12. Grundankauf,  Kaufvertrag mit der Waldv.Sparkasse

28.12. Bauverhandlung

 

2007: 29.01. Baubewilligung

Anfang August Baubeginn, Abbruch alter Garagen, Gelände Grabarbeiten

20.8. Baubeginn Alpine Mayreder – Reißmüller

Rohbau Ende 2007 fertig.

1.12. Start Notarzt Raabs, Einsatz VW-Touareg, 128 KW

 

2008: Gleichenfeier - Bezirksrettungszentrale 31.1.

Innenausbau während des ganzen Jahres

Juli: Großraumgarage fertig, 

8.7.2008 Ankauf eines neuen Notarztwagens Mercedes 318 CDI/36, 135 KW

6.10. Bezug der Nachdiensträume, Anfang November Einzug in  Leitstelle u.  Büros

17.Oktober Bezirksübung Flugplatz Dobersberg

Vor Weihnachten: Bezug der Mannschaftsräume

 

2009: Umbau und Adaptierung des bestehenden Gebäudes

Einfriedung und Aussenanlage, Fassade Altbestand, Behebung von Baumängel

Übung Bus-Unfall Liebnitz 10.0kt.

Tetra Funk Umstellung

 

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