Reinhold Huber

 

 

 

 

 

 

 

 

Reinhold Huber ist seit 1976 ehrenamtlicher Mitarbeiter der Bezirksstelle Zwettl.

Er war auch der erste Zivildiener beim Roten Kreuz Zwettl.

 

 

 

Weitere Tätigkeitsbereiche:

 

  • Rettungssanitäter
  • SEG Zwettl
Andreas Cermak

 

 

 

 

 

 

Andreas Cermak ist seit 1995 ehrenamtlicher Mitarbeiter der Bezirksstelle Zwettl. Er ist in Trinkwasseraufbereitung ausgebildet.

 

 

 

Weitere Tätigkeitsbereiche:

 

  • Notfallsanitäter

Einsätze unserer Mitarbeiter im Ausland

ERU - Mission Afrika

Cholera in Zimbabwe ( Afrika )

Österreichisches Rotes Kreuz entsendet ein Team zur Trinkwasseraufbereitung.

Mit im Team wieder Reinhold Huber ( Rotes Kreuz Zwettl )

Am 9. Feber 2009 flog Reinhold als quasi Ablöse von Cermak Andreas (ebenfalls vom Roten Kreuz Zwettl ) für einen Monat mit dem Trinkwasseraufbereitungsteam ( TWA ) in das von Cholera verseuchte Gebiet nach Zimbabwe in Afrika.

Um diese Seuche in Griff zu bekommen ist sauberes Trinkwasser und Beachtung von Hygienemaßnahmen das Um und Auf.

Da das Trinkwasser in diesem Gebiet meist aus verschmutzten Bächen entnommen werden muss, war es unsere Aufgabe mit Watermaker das Wasser zu reinigen und zu chlorieren, um es trinkbar zu machen.

Weiters verteilten wir Seife und schulten die Menschen in Hygieneverhalten.

Unser Arbeitstag erstreckte sich meist von 12 bis 15 Stunden. Da die Dörfer im Busch sehr zerstreut liegen, war ich in dieser Zeit mehr als 5.000 Kilometer unterwegs.

Unsere Hauptmalzeit bestand war meist SADZA ( Maisbrei ).

Wir betreuten 44 Dörfer mit 2.327 Haushalten, verteilten 2.400 Stück Seife,

700 Stück Kübel und 700 Stück Plastikkaníster Für die Wasseraufbereitung benötigten wir in dieser Zeit 50.000 Watermaker

Etwas zur Geografie:

Zimbabwe ist so groß wie etwa Deutschland und Holland zusammen.

Es hat ca. 12 Mio. Einwohner. Zimbabwe liegt im südlichen Teil von Afrika.

Hauptstadt ist Harare mit 1,4 Mio. Einwohnern. Zimbabwe ist in 10 Provinzen eingeteilt.

Ich war in der Provinz Mashonaland West eingesetzt. Da die Infrastruktur sehr schlecht ausgebaut ist, war es mir während der ganzen Einsatzzeit nur einmal möglich, eine Viertelstunde mit meiner Familie telefonischen Kontakt zu haben.

Aber es war eine tolle Landschaft und absolut nette Einheimische!

Würde sofort wieder dorthin in Einsatz gehen!

ERU - Mission China

 

Erdbebenkatastrophe in China

 

Österreichisches Rotes Kreuz entsendet ein Team zur Trinkwasseraufbereitung.

Mit im Team Reinhold Huber (Rotes Kreuz Zwettl).

Am 30. Juni 2008 flog Reinhold für einen Monat mit dem Trinkwasseraufbe- reitungsteam in das Erdbebengebiet in die Provinz Sichuan in China.

In diesem Gebiet sind nach dem verheerenden Erdbeben vom 12. Mai 08 nicht nur ca 70.000 Tote zu beklagen sondern auch die Infrastruktur wurde erheblich in Mitleidenschaft gebracht.

Eine der wichtigsten Lebensgrundlagen ist daher sauberes Trinkwasser welches durch das Team der Trinkwasseraufbereitung gesichert werden konnte.

Der Einsatzort des Teams aus Österreich war Xing Long ca 100 km von Chengdu entfernt.

Das Team musste 11 Wasserverteilungspunkte mit Tanks von 1.000 bis 11.000 Liter Wasser betreuen. Neben der Wasseraufbereitung wurden auch Mitarbeiter des Chinesischen Roten Kreuzes an die Aufbereitungsanlagen eingeschult, damit nach der Erstversorgung durch das Österreichische Team, die weitere Versorgung durch das Chinesische Rote Kreuz gesichert werden kann.

In das Einsatzgebiet mussten 28 Tonnen Ausrüstungsgegenstände

und ein Auto ( Toyota Pickup ) transportiert werden. Die Provinz Sichuan liegt südwestlich (ca 1.200 Km) von Peking und grenzt im Westen an Tibet. Sichuan hat ca 111 Mio. Einwohner. Die Hauptstadt von Sichuan ist Chengdu und hat ca 5 Mio Einwohner. Das Klima ist subtropisch und es herrschen Temperaturen von 35° C. 

ERU - Mission Pakistan

 

Flutkastastrophe in Pakistan:

Österreichisches RK entsendet Einheiten zur Trinkwasseraufbereitung.

Das ERU-Team für Pakistan wird aus sechs ÖRK-Mitarbeitern bestehen. Das Team setzt sich

zusammen aus:

Werner Meisinger (Vbg), Teamleader

Werner Lechner (OÖ)

Florian Hofer (OÖ)

Michael Wolf (T)

Markus Lang (Stmk)

Andreas Cermak (ÖRK Zwettl)

 

Dieser Einsatz passiert in Kooperation mit dem Schwedischen RK.

Einsatzgebiet wird lt. IFRC das Gebiet um die Stadt Qubo Saeed Khan sein. Das Zielgebiet des Einsatzes wird die Provinz Sindh sein. (Der definitive Einsatzort kann sich noch ändern).

Quobo Saeed Khan ist die Hauptstadt (64.000 Einwohner) der gleichnamigen Region. Die gesamte Region mit rund 250 Dörfern ist vom Hochwasser des Indus und den Fluten von Gebirgsbächen schwer betroffen (ebenso die Nachbar-Region Shadah Kot). Die Region in der Provinz Sindh ist landwirtschaftlich geprägt. Das Hochwasser hat weite Teile der Region überflutet und ganze Dörfer und die Ernte zerstört. Die Infrastruktur ist größtenteils nicht mehr funktionstüchtig, die Gesundheitsversorgung nicht mehr gewährleistet. Zumindest 4000 Familien (rund 30.000 Menschen) sind laut Förderation zu versorgen.

Die Einsatzdauer ist derzeit auf vier Monate ausgelegt (daher auch vier abwechselnde Teams). Als Abflugtag zeichnet sich der 25. Juli 2007 ab.

Der schwedische Teil des Equipments wird per Truck nach Wien geliefert und in einer Frachtmaschine gemeinsam mit dem österreichischen Material und den ÖRK Mitarbeitern nach Karachi fliegen. Das Team wird eine „M40-Anlage“ mitführen, mit der bis zu 600.000 Liter Wasser pro Tag produziert werden kann um 40.000 Menschen zu versorgen. Integriert ist auch ein Modul „Distribution & Trucking“, das die Verteilung auf bis zu neun dislozierten Ausgabestellen ermöglicht.

Von den schweren Überflutungen in Pakistan sind bis zu 2,5 Mio. Menschen betroffen. Ganze Dörfer sind von den Fluten und Schlammlawinen zerstört worden. Die Wasserversorgung ist zusammengebrochen. In den betroffenen Gebieten trinken die Menschen Wasser aus den verschmutzten Flüssen. Viele Menschen nächtigen unter freiem Himmel oder in Camps. Wasser- und Nahrungsmittelver-sorgung liegen im Argen. Durchfallerkrankungen beginnen sich auszubreiten.

Ich bin am 03.04.1961 geboren, verheiratet und Vater von zwei Söhnen (21 und 17 Jahre). Von Beruf bin ich Religionslehrer an einer landwirtschaftlichen Fachschule und einer gewerblichen Berufsschule. Gemeinsam als Familie lebten und arbeiteten wir von 1986 bis 1989 in einem Projekt der Entwicklungszusam-menarbeit in der Zentralafrikanischen Republik.

Seit etwa 15 Jahren bin ich ehrenamtlicher Mitarbeiter des RK in der Bezirksstelle Zwettl. Ich bin Lehrbeauftragter für Erste Hilfe und Notfallsanitäter. Seit 2003 gehöre ich zum Team der „Trinkwasseraufbereiter“ in NÖ.

Dies wird mein dritter Einsatz mit der ERU Watsan sein. Im März 2004 war ich nach dem Erdbeben in Bam (Iran), im Jänner 2005 nach dem Tsunami in Banda Aceh (Sumatra) jeweils fünf Wochen auf Einsatz. Diese Einsätze waren persönlich sehr berührend und prägend. Dadurch bekommt man immer wieder eine andere Sicht der Dinge und Wertvorstellungen.

Ich sehe diese Einsätze auch als kleines „Dankeschön“ dafür, dass ich in einem so sicheren, friedlichen und reichen Land leben kann. Das alles ist natürlich nur möglich, weil meine Familie, insbesondere meine Frau, diese Auslandsaufenthalte mittragen und unterstützen.

Der kommende Einsatz in Pakistan wird sicher nicht einfach sein. Aber die Erfahrung zeigt mir, dass in einem Team vieles möglich ist. So werde ich mich voll Spannung auf den Weg machen. Motiviert u.a. durch ein Wort aus dem jüdischen Talmud: „Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt“.

A. Cermak

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