30.06.2017 20:00

Das Rote Kreuz lebt die neue grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Mit der Unterzeichnung des Vertrages durch die Landeschefs der Länder Niederösterreich und Südmähren, Landeshauptmann i.R. Dr. Erwin Pröll und Kreishauptmann JUDr. Michal Hasek, war der Grundstein für die Grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Rettungsdienst gelegt. In weiterer Folge wurde eine Rahmenvorschrift erstellt, welche die Zusammenarbeit im Detail regeln soll. Das medizinische Einsatzpersonal beider Länder darf nun den jeweils anderen direkt unterstützen und auch die Krankenhäuser des Nachbarlandes anfahren. Für den Patienten bedeutet das, vor allem bei hoher Einsatzdichte, eine noch höhere Versorgungssicherheit.

Das Rote Kreuz lebt die neue grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Direkt betroffen von diesem neuen System sind natürlich jene Rot-Kreuz Dienststellen, die sich in direkter Grenznähe befinden. Die Rot-Kreuz Bezirksstelle in der schönen Weinstadt Retz ist eine davon. Um die auf politischer Ebene unterzeichneten Verträge auch auf eine kollegial-freundschaftliche Ebene zu bringen wurde ein Besuch der Rettungsdienststelle in Znojmo organisiert. Dr. Růžička Arnošt , ehem. Chefarzt des Bezirks Znojmo sowie aktiver Notarzt und die Retzer Sanitäterin und angehende Diplomkrankenpflegerin Maria Mamaeva haben die Verbindung zwischen den Kollegen zweier Länder hergestellt. Für das Retzer Einsatzpersonal bot sich die Gelegenheit, die erst vor wenigen Monaten neu errichtete Dienststelle des Rettungsdienstes Znojmo zu bewundern. Weiters wurden Einsatzfahrzeuge präsentiert und anschließend bei Kaffee und Kuchen über Gemeinsamkeiten und Unterschiede im alltäglichen Dienstbetrieb diskutiert. Zentrales Thema war der Einsatzablauf und welche Punkte es auf tschechischem sowie österreichischem Staatsgebiet speziell zu beachten gilt.

Oberrettungsrat Markus John bedankte sich bei Dr. Růžička Arnošt und Notfallsanitäter Pavel Plotzer für die Einladung und den interessant gestalteten Abend und bei Maria Mamaeva, die maßgeblich dafür verantwortlich war, die leider noch vorhandenen Sprachbarrieren zwischen den nur durch wenige Kilometer getrennten Nachbarn zu überwinden. Ein Treffen in der österreichischen Rettungsdienststelle in Retz wurde bereits für die nahe Zukunft geplant.

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