21.03.2018 14:46

Trümmersuche nach Verschütteten

Trümmersuche nach Verschütteten

Einst eine Sprengstofffabrik ist das Tritolwerk heute einer der modernsten ABC-Abwehr- und Katastrophenübungsplätze Europas. Doch nicht nur Soldaten des Österreichischen Bundesheers nutzen das Gelände. Mehrmals im Jahr öffnet das Bundesheer die Tore, damit zivile Rettungs- und Hilfsorganisationen wie die Suchhundestaffeln des Roten Kreuz auf dem 36 Hektar großen Gelände einsatznahe Katastrophenszenarien üben können.

Nun war es wieder soweit, die Suchhundestaffel Tulln konnte gemeinsam mit den Kollegen aus Perchtoldorf trainieren und sich so auf Einsätze vorbereiten.

Zur Vermisstensuche bei Hauseinstürzen nach Gasexplosionen, Erdbeben oder ähnlichen Katastrophen werden ausgebildete Trümmersuchhunde eingesetzt. Die feine Nase eines Hundes ist bis heute jeder Technik überlegen. Trümmersuchen zählen für Hund und Hundeführer zu einer der schwierigsten Formen der Rettungshundearbeit. Neben den unangenehmen Untergründen und der Ablenkung durch Lärm und möglicher Dunkelheit ist es besonders schwierig die menschliche Witterung aus einer Vielzahl an Gerüchen und meterdicken Trümmerschichten herauszufiltern.

Hat der Hund einen Vermissten gefunden, so zeigt er ihn durch Bellen an. Sind die Opfer unter den Trümmerschichten für den Hund nicht zugänglich, so „verbellt“ der Hund seinen Fund an der Geruchsaustrittsstelle.

Diese Hundearbeit erfordert eine außerordentlich hohe Disziplin und Belastbarkeit vom Suchhundeteam, die nur mit regelmäßigem Training erlernt und erhalten werden kann.

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