Greiner Sanitäterin rettet Leben
Brütende Hitze lag am späten Donnerstagnachmittag, den 25. August 2011 über Grein, als sich die 25-Jährige aus Neustadtl (NÖ) mit ihrem Pkw auf der B3 in der Abbiegespur Richtung Stadtplatz einreihte, um sich mit einer Freundin auf einen Kaffee zu treffen. „Ich hatte Gegenverkehr und musste warten. Da sah ich auf einmal im Rückspiegel, wie ein Radfahrer ganz komisch stürzt“, erzählt Ringler im Gespräch mit den OÖ Nachrichten.
Geistesgegenwärtig stellte sie ihr Auto auf der Fahrbahn ab, betätigte die Warnblinkanlage und eilte zu dem Mann. Dieser beteuerte zunächst, es gehe ihm gut. „Ich rief dennoch die Rettung an, damit sie ihn zum Arzt bringt.“ Das Telefonat war kaum beendet, da klappte Manfred Mitter, der an diesem Nachmittag von Linz nach Grein geradelt war, zusammen. „Er sackte einfach um. Ich machte einen Notfall-Check, wie man ihn im Erste-Hilfe-Kurs lernt: Er atmete nicht mehr und auch Puls war keiner zu spüren. Da habe ich sofort mit Herzdruckmassage und Beatmung begonnen“, schildert Ringler die dramatischen Szenen. Als wenig später Rettung und der Gemeindearzt eintrafen, war Mitter noch immer regungslos. Zwei Impulse des Defibrillators brachten das Herz wieder in Gang. „Dann spürte ich bei einer weiteren Beatmung einen kleinen Widerstand und auf einmal wachte er auf. Es war genauso wie bei Baywatch im Fernsehen.“
Per Rettungshubschrauber wurde Mitter nach Linz in das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern gebracht. Die Genesung verlief so rasch, dass Ringler ihren Patienten vorgestern bereits besuchen konnte. „Durch Manuelas rasches Einschreiten hat er wahrscheinlich keine bleibenden Schäden“, lobt Erwin Hinterleitner, Dienstführender der Rotkreuz-Ortsstelle Grein, seine ehrenamtliche Mitarbeiterin.
Bericht aus den Oö Nachrichten vom 31. August 2011

