08.04.2016 08:00

2016: Das Jahr der Jugend

"Wir sind immer wieder begeistert, was Kinder und Jugendliche zuwege bringen, wenn man sie in ihren Bedürfnissen wahrnimmt und ihnen Vertrauen und Wertschätzung entgegenbringt", sind sich Ortsstellenleiter Hans Peter Kranewitter, Dienstführender Uwe Herbe und Jugendchefin Tina Waser einig.   "Rund ein Drittel unserer Aktiven im Rettungsdienst - und das sind immerhin rund 65 Leute - haben ihre Wurzeln in der Jugendgruppe. Wer dort einmal Feuer gefangen hat, der bleibt uns auch im Erwachsenenalter treu. Wir haben teilweise 25jährige, die mit 15 Rotkreuzjahren schon echte Veteranen der Bewegung sind!" Auch viele Aktive der so erfolgreichen Bewerbsgruppen rekrutieren sich aus dem Jugendrotkreuz. Die Vizeeuropameister aus 2013 etwa haben ihre ersten Sporen schon im frühen Teenageralter erobert.

2016: Das Jahr der Jugend

Wir haben 2016 zum Jahr der Jugend erklärt. Wenn man sich anschaut, wie derzeit die Zivilcourage am Prüfstand steht, wie Freiwillige immer unverzichtbarer werden, weil der Staat schlicht nicht mehr kann oder will: dann kann man gar nicht früh genug anfangen, Persönlichkeiten zu formen, die nicht wegsehen sondern anpacken.

 

Ein hochmotiviertes neues Betreuerteam mit insgesamt sechs Jugendleitern hat in den vergangenen Monaten ein ehrgeiziges Konzept für Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 17 Jahren erarbeitet. In drei Altersgruppen stehen Spaß, Erste Hilfe lernen und praktizierte Menschlichkeit im Vordergrund – erlebt und vermittelt in der so wichtigen sozialen Prägephase. Neue Freunde zu finden ist einer der wichtigsten Motivationsfaktoren für den Nachwuchs. Dazu bieten sich vom Jugendlager über Kinoabende, Ausflüge und Erste Hilfe Wettbewerbe viele Gelegenheiten.

 

Es gibt drei Altersstufen: 6 bis 10jährige, 11 bis 14jährige und 15 bis 17jährige. Jeweils zwei Betreuer kümmern sich um die maximal 15 Kinder großen Gruppen. Während die Kleineren spielerisch ans Rote Kreuz herangeführt werden, stehen bei den über 10jährigen Erste Hilfe Wettbewerbe und intensive Gruppenerlebnisse im Fokus. Die Jugendlichen suchen oft schon die Nähe zum Rettungsdienst, sind bei Übungen und Großambulanzen dabei, und setzen sich mit sozialen und gesellschaftlichen Themen auseinander. 

Gruppenleiter sind Vertraute

Die Jugendleiter haben eine hochwertige Ausbildung in der Rotkreuz-Bildungsakademie absolviert und können sich daher gut in die Bedürfnisse ihrer Gruppen einfühlen. Sie fungieren als Vorbild und Vertrauensmenschen ihrer Kids. Für viele sind sie so etwas wie der große Bruder oder die einfühlsame Schwester, die sich Zeit für die großen und kleinen Sorgen der Heranwachsenden nehmen.

 

In der Jugendgruppe mitmachen können alle, die sich mit den Werten des Roten Kreuzes identifizieren. Parteipolitik ist tabu, ebenso sind Egoismus und Rassismus unerwünscht. Zu dieser Haltung bekennen sich alle Aktiven: "Jemanden nach Religion, Herkunft oder sozialer Stellung zu beurteilen - das kommt bei uns nicht in Frage. Was zählt ist, dass er oder sie sich in unser Team einfügen will, Initiative zeigt und vor allem Menschlichkeit (er)leben will. Das macht uns als Rotkreuzler stark. Wir wollen unsere Kids dabei begleiten, verantwortungsbewusste und engagierte junge Leute zu werden. Wir wählen keinen raus - höchstens rein!"

Die Gruppen treffen sich jeden zweiten Freitag ab 18 Uhr. Dazu kommen die individuell vereinbarten Aktivitäten. Ein moderner Gruppenraum auf der Rotkreuzstelle steht dafür zur Verfügung. Jugendchefin Tina Wasner ist am besten per Mail erreichbar.

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