27.12.2017 17:19

Jahresrückblick 2017

Das heurige Rotkreuz-Jahr war ein ereignisreiches. Hier eine kleine Auswahl beson-ders wichtiger Projekte und Einsätze – unterlegt mit einigen eindrucksvollen Zahlen: • 1.726 Menschen wurden 2017 in Erster Hilfe ausgebildet. • Die Mitarbeiter der Sparte „Essen auf Rädern“ konnten heuer 95.000 warme Mahlzeiten insgesamt 484 Klienten überbringen. • Im Sozialmarkt in Perg und beim Mobilen Sozialmarkt, der 14 Gemeinden ver-sorgt, gab es 2017 9.600 Einkäufe. • Der Notarztdienst hat bis Jahresende 1.250 Einsätze verzeichnet. Damit kam es zu einer Steigerung von rund 50 Einsätzen im Vergleich zum Vorjahr.

Jahresrückblick 2017
Essen auf Rädern flächendeckend im Bezirk
Ich erinnere mich genau - Theaterstueck
Sozialberatungsstelle Schwertberg - Martha Naderer

Einige Ereignisse aus dem Jahr 2017

Seit Februar 2017 betreibt das Rote Kreuz alle Sozialberatungsstellen im Bezirk, als letzte kam Schwertberg dazu: Martha Naderer betreut in regelmäßigen Sprechstun-den die Gemeinden Schwertberg, Ried/Riedmark und Mauthausen: „Ich bin schon 10 Jahre als Beraterin an Sozialmedizinischen Stützpunkten tätig“, sagt die Bad Kreuz-nerin im Gespräch, „und freue mich sehr auf die Menschen, die bei mir Rat und Hilfe suchen werden. Zuhören und dann tatkräftig helfen, das ist mein Selbstverständnis bei dieser Arbeit.“

Seit März 2017 wird das Lebenscafé für Trauernde & Kreativer Umgang mit Trauer regelmäßig angeboten: Der Tod eines geliebten Menschen verändert das ganze Le-ben. Jede(r) Trauernde erlebt seinen Schmerz als einzigartig und doch gibt es viele Gemeinsamkeiten. Das Lebenscafé bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre Trauer mit an-deren Betroffenen unter Anleitung ausgebildeter Trauerbegleiterinnen zu teilen. Zeit-gleich zum Café wird der Kreative Umgang mit Trauer angeboten: Viele Menschen können über Verluste oder Trauer nicht sprechen. Manchen hilft es, mit Kreativität seiner Trauer freien Lauf zu lassen.

NICHT KÄUFLICH. NUR FREIWILLIG: Unter diesem Motto lancierte das OÖ. Rote Kreuz im Juni 2017 ihre Mitarbeiter-Kampagne. Auch die Bezirksversammlung des Blaulichtvereines, die am 14. Juni im Perger Veranstaltungszentrum „Die Turnhalle“ stattfand, kreiste um diese bedeutsame Aussage. Weiters wurden die 189 neuen Rot-kreuzler angelobt und der Mitarbeiterpreis verliehen – und zwar an die Besuchsdienst-gruppe aus Mauthausen.

In 99 Prozent der Fälle passiert nichts. Aber im Ausnahmefall bereit zu sein, professi-onell zu helfen ist mehr als nur wichtig. Mehr noch: Es ist unglaublich beruhigend, wenn man weiß, was zu tun ist. Etwa, weil man sich an den Erste-Hilfe-Kurs erinnert. Für den Kursstart im Herbst hielt das Rote Kreuz ein Pressegespräch ab, bei dem die berührenden Geschichten von erfolgreichen Reanimationen vorgestellt wurden. Diese „Gesichter“ der Ersten Hilfe bewirkten, dass die Erste-Hilfe-Kurse bis Weihnachten voll ausgebucht waren.

Die Schwertberger Rotkreuzler und mit ihnen eine Handvoll geladener Ehrengäste feierten am 24. August 2017 die Gleiche ihrer neuen Dienststelle – ein Brauch mit langer Tradition: Er wird vom Bauherrn ausgerichtet, wenn die Zimmerleute ihre Arbeit beendet haben, und er versteht sich als Dank an alle fleißigen Handwerker. Ortsstel-lenleiterin Karin Kammerer hob besonders die hervorragende Zusammenarbeit mit regionalen Firmen hervor. Alle freuen sich auf den Bezug des Hauses im nächsten Jahr.

Am 1. Oktober fand in Schwertberg ein besonderer Lauf im Zeichen der Erste Hilfe statt: Fast 400 sozial engagierte Athleten nahmen an dem von der Rotkreuz Ortsstelle Schwertberg organisierten Bewerb „Laufend Helfen – Jeder Kilometer zählt“ teil. Bei traumhaften äußeren Bedingungen startete um 10 Uhr ein riesen Pulk von 370 Läu-fern bei der alten Rotkreuz-Dienststelle und machte sich auf die 10 Kilometer lange Runde. Für jeden erlaufenen Kilometer spendeten die Raiffeisen-Banken des Bezir-kes jeweils einen Euro. In Summe machte das beeindruckende 3.351 Euro, die der Ersten-Hilfe-Ausbildung der hiesigen Bevölkerung zugutekamen.

Seit fast 30 Jahren bringt das Rote Kreuz einen warmen Mittagstisch zu den Men-schen. Und die Nachfrage danach entwickelte sich stürmisch: von gut 4.000 Portio-nen 1989 zu knapp 100.000 im Vorjahr. 460 freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter halten das logistische Großprojekt Essen auf Rädern am Laufen: von 10 bis 13 Uhr sind sie im ganzen Bezirk Perg – von nun an flächendeckend – unterwegs. „Ich bin sehr stolz auf das große Team an Freiwilligen, die nicht nur gesunde Mahlzeiten aus-führen, sondern die oft auch die einzigen Menschen sind, mit denen die Essenbezie-her – zumindest kurz – plaudern können; das schafft Sicherheit“, so Rotkreuz-Bezirksstellenleiter Werner Kreisl.

Rund 100.000 Menschen leiden in Österreich an einer dementiellen Erkrankung. Die Sorgen und Ängste der Angehörigen um die Betroffenen sind groß. Brian Lausund hat dieses Thema auf humorvolle, einfühlsame und doch sehr anschauliche Weise in ei-nem Theaterstück literarisch verarbeitet, das am 10. November in Perg zu sehen war: „Ich erinnere mich genau“ erzählt liebevoll die Geschichte einer Mutter-Tochter-Beziehung, die durch die Erkrankung der Mutter an Demenz auf die Probe gestellt wird. Mit anfänglichem Optimismus entscheidet sich Hannah, ihre Mutter zu pflegen. Eine Berg-und-Talfahrt der Gefühle beginnt …

Das Rotes Kreuz ist auch im Jahr 2017 weiterhin bestrebt getreu seinem Motto „Aus Liebe zum Menschen“ sozial schwachen und in Not geratenen Menschen zu helfen.

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