10.10.2017 17:13

400 Freiwillige standen am Wochenende im Einsatz

15 verletzte Kinder und Jugendliche bei einem Forstunfall in Frankenburg und mehr als 50 Verletzte bei einer Massenkarambolage in Oberwang.

400 Freiwillige standen am Wochenende im Einsatz

Um 12:30 Uhr ging ein dramatischer Notruf in der Rettungsleitstelle ein. Bis zu 15 Personen wären unter einen Holzstoß in einer Ortschaft in Frankenburg geraten. Mehrere Schwerverletzte und Leichtverletzte seien zu versorgen. Darüber hinaus sind einige Kinder in Panik geraten und vom Unglücksort in den Wald gerannt. Ein Großalarm bei den Feuerwehren von Frankenburg und beim Roten Kreuz wurde ausgelöst. Auch die Suchhundestaffel des Roten Kreuzes wurde mitalarmiert. Mit vereinten Kräften, unter Beteiligung von knapp 70 Einsatzkräften, konnte die Rettung und die Versorgung der Verletzten bis hin zum Abtransport in die umliegenden Krankenhäuser sichergestellt werden. Selbst die drei Ausgebüchsten konnten von den Vierbeinern der Suchhundestaffel binnen kürzester Zeit aufgespürt werden. Zur weiteren Betreuung wurden die unverletzten Betroffenen den Mitarbeitern des Kriseninterventionsteams übergeben. Nach gut einer Stunde war der Einsatz für alle Beteiligten abgeschlossen. Auch der Frankenburger Bürgermeister Johann Baumann verfolgte die Übung und war von der Professionalität und dem Engagement der Einsatzkräfte beeindruckt und meinte nach der Übung: „Auf euch können wir zählen, wenn es darauf ankommt. Das ist ein gutes Gefühl!“

Kurze Zeit später erneut ein Notruf. Ein schwerer Verkehrsunfall auf der Landesstraße in Oberwang wird gemeldet. Nach Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stellt sich heraus, dass es sich dabei um eine Massenkarambolage handelt. Dies macht die großräumige Alarmierung der Feuerwehren aus den Abschnitten Mondsee und Attersee sowie einen Bezirksalarm des Roten Kreuzes notwendig. Personen, die schreiend in ihren völlig demolierten Fahrzeugen eingeschlossen sind. Eine Hochschwangere mit Verletzungen und einsetzenden Wehen bis hin zu Kindern die schwere Verletzungen aufweisen, stark betroffene Unverletzte und Zeugen des Unfalles weinen, sind geschockt. Zum Glück nur eine Übung! Scheren und Spreizer, unzählige Rettungsgeräte, medizinisches Versorgungsmaterial zur Bewältigung eines solchen Massenanfall an Verletzten wird eingesetzt. Die Helfer geben alles. Ein Rettungshubschrauber landet. Höchste Konzentration bei allen Beteiligten. Die Handgriffe sitzen und die eingeteilten Nachwuchsführungskräfte meistern ihre Aufgabe hervorragend. Unter Druck Höchstleistungen abrufen zu können, ist der Anspruch in so einem Großschadensfall. „Ein Schadensraum der sich über 600 Meter erstreckt, mit so vielen Verletzten und der Notwendigkeit von höchst professioneller technischer Rettung, ist eine besondere Herausforderung!“, meint Bezirksrettungskommandant Gerald Schuster, der sich bei allen Beteiligten für die großartige und sehr aufwendige Übung bedankt. „Ich bin stolz, dass wir derartig schlagkräftig aufgestellt sind. Mit solchen Übungen konditionieren wir uns für den Ernstfall und können den Menschen 365 Tage im Jahr, 24 Stunden rund um die Uhr, Sicherheit bieten.“

Nach der gemeinsamen Übungsnachbesprechung gab es aus der Feldküche des Roten Kreuzes für die erschöpften aber zufriedenen Helfer und Opferdarsteller ein stärkendes Gulasch beim gemeinsamen Ausklang im Feuerwehrdepot in Oberwang. Matthias Hausleitner bedankte sich sehr herzlich für das hohe freiwillige Engagement für die Menschen in unserer Region: „Dies ist nicht selbstverständlich, aber wir wissen, was wir an unseren Einsatzkräften haben!“ Abschnitts-Feuerwehrkommandant Peter Dorfinger und der Kommandant aus Oberwang Johann Innerlohinger hoben die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rotem Kreuz in ihren Worten, an die Übungsteilnehmer hervor.

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