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1848 erlassen amtliche Militärbehörden in Oberösterreich einen Aufruf zur Unterstützung der in Italien kämpfenden österreichischen Truppen mit Bekleidung, Lebensmitteln Verbandszeug.

1859 wird angesichts der kämpferischen Auseinandersetzungen Österreichs gegen das Königreich Sardinien und Frankreich unter Napoleon III in Linz das „Oberösterreichisches Patriotische Comité“ gegründet mit dem Ziel, Leinwand und Charpie für die k.k. Armee zu sammeln (2.Mai). Eben diese Auseinandersetzung endet mit einer österreichischen Niederlage am 24. Juni in der Schlacht bei Solferino.

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1862 erscheint die Schrift „Eine Erinnerung an Solferino“ und erweckt durch ihre genaue und ergreifende Schilderung der Leiden großes Aufsehen in der Öffentlichkeit. Ein Jahr später fasst die Genfer Konferenz, einberufen von der „Genfer Gemeinnützigen Gesellschaft“, der auch Henri Dunant angehört, die bis heute maßgebenden Gedanken und Grundsätze der Genfer Konventionen.

1864 wird in Linz das „Oberösterreichische Hilfscomité für die k.k. Truppen“ gegründet. Aus diesem Verein ging 1879 gemeinsam mit dem „Patriotischen Frauenhilfsverein“ die oberösterreichische Rotkreuz-Organisation hervor. In Genf wird die erste „Convention wegen Verbesserung des Loses der im Kriege verwundeten Militärs“ abgeschlossen, der Österreich 1866 beitritt.

1870 tritt im deutsch-französischen Krieg das „Oberösterreichische Hilfscomité für die k.k. Truppen“ erstmals mit einer Hilfsaktion für Soldaten nichtösterreichischer Nationalität auf. Erstmals wird der Wirkungskreis des Komitees auch auf zivile Hilfsleistungen ausgedehnt.

Zum Jahreswechsel 1879/80 werden alle österreichischen Hilfsverein unter der „Österreichischen Gesellschaft vom Roten Kreuz“ zusammengefasst. Noch im Dezember wird der „Patriotische Landeshilfsverein für das Erzherzogtum Österreich ob der Enns“ gegründet. Ein Monat später erfolgt die Konstituierung des „Patriotischen Frauenhilfsvereines für Oberösterreich“. Unmittelbar danach erlässt die „Österreichische Gesellschaft vom Roten Kreuz“ ein zirkular, in dem die wichtigsten Aufgaben und Agenden festgelegt werden und erwähnt erstmals den Begriff eines „Delegierten“, dessen Aufgabe es ist, auf dem Kriegsschauplatz als Funktionär des Roten Kreuzes mit offizieller Beglaubigung zu wirken.

1881 wird in Linz mit der Planung eines Reservespitals für verwundete Soldaten begonnen. Vier Jahre später stellt der Frauenhilfsverein der „Österreichischen Gesellschaft vom Roten Kreuz“ das erste Kader ausgebildeter Krankenpflegerinnen zur Verfügung. 1887 wird die Krankenhaltestelle am damaligen Linzer Südbahnhof endgültig festgestellt.

1891 wird bei den Generalversammlungen beider Hilfsvereine eine Namensänderung beschlossen. Fortan wird die Bezeichnung „vom Roten Kreuz“ mitgeführt. Zwei Jahre darauf wird der erste Rotkreuz-Ball in Linz abgehalten und entwickelt sich in den Folgejahren zum gesellschaftlichen Ereignis.

 

1898 wird dann die erste 32 Mann starke Rettungsabteilung der freiwilligen Feuerwehr in Linz ins Leben gerufen.

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